Lärmaktionsplanung und Lärmschutzmaßnahmen

Auf Grundlage von Lärmkarten müssen Städte Lärmaktionspläne erstellen. Hierin wird festgelegt, welche Maßnahmen Bewohnerinnen und Bewohner zukünftig vor gesundheitsschädlichem Lärm schützen werden.

Neues Rathaus in Leipzig
Bildquelle: Appaloosa, wikimedia.org

Die Stadt Leipzig hat 2013 einen ersten Lärmaktionsplan erstellt. Darin stellte die Verwaltung Lösungen vor, mit denen sie die Verkehrsbelastung in unserer Stadt senken möchte. Leipzigerinnen und Leipziger waren zuvor aufgerufen, den Planentwurf öffentlich zu diskutieren. In einem Online-Forum konnte jede/r die vorgesehenen Maßnahmen bewerten und konkrete Handlungsschwerpunkte aufzeigen, die durch die Stadtverwaltung bis dahin nicht vorgesehen waren. Die erste Fortschreibung des Lärmaktionsplans erfolgte 2015/2016.

Welche Anforderungen stellt der Gesetzgeber an Lärmaktionspläne?

Für die Beurteilung eines Aktionsplans sollten man sich einiger gesetzlicher Mindestanforderungen bewusst sein, denen der Plan genügen muss. In einem Lärmaktionsplan soll unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit festgelegt werden, welche Lärmminderungsmaßnahmen an welcher Stelle in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden sollen. Es muss dargelegt werden, welche ruhigen Gebiete in Leipzig vor zukünftiger Verlärmung geschützt werden sollen und wie das geschehen soll. Zusätzlich zu dem konkreten „5-Jahres-Plan“ soll eine langfristige Strategie ausformuliert werden. Der Lärmaktionsplan muss verdeutlichen, wie viele Betroffene durch die geplanten Maßnahmen entlastet oder neu belastet werden. Ganz wesentlich ist auch die Aufstellung einer Kosten-Nutzen-Analyse für die einzelnen Maßnahmen. Der Leipziger Lärmaktionsplan entspricht diesen Anforderungen.

Wie werden Prioritäten gesetzt?

Natürlich kann nicht die gesamte Stadt innerhalb von fünf Jahren ruhiger gemacht werden. Es müssen Prioritäten gesetzt werden. Das Problem besteht darin, dass es keine zwingenden Grenzwerte gibt, ab wann die Stadtverwaltung tätig werden muss. Das hat den Vorteil, dass man Lärmprobleme nicht entlang dieser Grenzwerte bearbeiten muss und besser auf die reale Situation vor Ort sowie auf Lösungsansätze aus der Bürgerschaft eingehen kann. Der große Nachteil ist natürlich, dass konkrete Lärmminderungsmaßnahmen in weniger engagierten Städten erst durch den Druck der Bevölkerung herbeigeführt werden.

Bei der Fortschreibung von Lärmaktionsplänen wird sich an Auslösewerten des Umweltbundesamtes orientiert. Das Umweltbundesamt empfiehlt eine Orientierung an den Grenzwerten von 65 dB(A) am Tag und 55 dB(A) in der Nacht, damit die Gesundheit der Bevölkerung nicht länger gefährdet wird. Langfristig sollten 55 dB(A) bzw. 45 dB(A) unterschritten werden. Im aktuellen Leipziger Lärmaktionsplan werden 70 dB(A) bzw. 60 dB(A) als Auslösewerte für Lärmminderungsmaßnahmen vorgesehen.

Der im September 2013 vorgelegte Lärmaktionsplan legte den Fokus auf kostenintensive bauliche Maßnahmen. Abschnittsweise Geschwindigkeitsbeschränkungen waren darin noch nicht vorgesehen. Andere Städte wie z.B. Jena oder Berlin sind diesen Weg bereits gegangen und haben im Hauptstraßennetz abschnittsweise Tempo 30 aus Lärmschutzgründen eingeführt. Diese Maßnahme ist nachweislich wirksam, kostengünstig, weist Synergien mit anderen Zielen der Stadtentwicklung auf (z.B. Schulwegsicherheit, Radverkehrsförderung) und ist vor allen Dingen zeitnah realisierbar.

Wie werden Bürgerinnen und Bürger beteiligt?

Die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie müssen die Möglichkeit erhalten, sich rechtzeitig und effektiv in die Ausarbeitung der Aktionspläne einbringen zu können. Dazu gehören angemessene Fristen und Zeitspannen in allen Beteiligungsphasen. Die Stadtverwaltung muss begründen, warum sie bestimmte Vorschläge der Bürgerschaft nicht umsetzt.
Der im September 2013 beschlossene Lärmaktionsplan der Stadt Leipzig wurde 2015/16 zum ersten Mal fortgeschrieben. Die dazugehörige Öffentlichkeitsbeteiligung umfasste verschiedene Etappen. In einem ersten Schritt wurde das Verfahren der Verwaltung, den Umweltverbänden, den Leipziger Verkehrsbetrieben, den Wirtschaftsverbänden sowie den Stadtbezirksbeiräten und Ortschaftsräten vorgestellt.
Daran anschließend fand 2016 ein Online-Forum unter dem Schlagwort „Dialog Luft Lärm“ statt, das für zwei Monate den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Leipzig die Beteiligung an dem Verfahren ermöglichte. Dabei hat sich die Stadt Leipzig bewusst für einen offenen Dialog ohne Vorgabe eines Planentwurfs entschieden. Um die vorgeschlagenen Maßnahmen möglichst zeitnah und umfassend innerhalb der Verwaltung zu diskutieren und den Abwägungsprozess ggf. zu beschleunigen, wird das gesamte Verfahren von einer Projektgruppe, bestehend aus Vertretern der Verwaltung und städtischen Unternehmen, begleitet. Der Beschluss des Lärmaktionsplans in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters und die anschließende Kenntnisnahme durch die Ratsversammlung stehen allerdings immer noch aus.

Wir Ökolöwe begleiten die Lärmaktionsplanung in Leipzig konstruktiv und unterstützen mit unserem Projekt „Mach´s leiser“ die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger. Wie das aussehen kann, das erfährst Du ganz konkret am Beispiel unserer Beteiligungsverfahren im Leipziger Norden, in Leipzig-Stötteritz oder in der Leipziger Ostvorstadt.

Die vier Ansätze der Lärmminderung

Der Lärmaktionsplan legt Handlungsschwerpunkte und Maßnahmen zur Verbesserung der Lärmsituation fest. Um eine wirksame Lärmminderung für eine Vielzahl von Betroffenen zu erzielen, reichen einzelne Vorhaben in der Regel nicht aus. Dazu braucht es ein Gesamtkonzept aus unterschiedlichen Maßnahmen, deren Potentiale effektiv ineinander greifen. Grundsätzlich gibt es vier Ansätze, die kombiniert werden können: Vermeidung von Lärm, Lärmminderung an der Quelle, Abschirmung und passiver Schallschutz.

Vermeidung von Lärm

Der wirksamste Ansatz innerhalb eines umfassenden Lärmschutzkonzeptes ist die Vermeidung von Lärm. Es versteht sich von selbst – dort wo es weniger Verkehr gibt, entsteht auch weniger Verkehrslärm. Es müssen daher alle Potentiale genutzt werden, damit wir unseren Alltag mit einem geringeren Verkehrsaufwand meistern können. Für Wege, die sich nicht vermeiden lassen, kommt geräuscharmen Verkehrsträgern wie dem Fahrrad eine große Bedeutung zu. In vielen Lebensbereichen nutzen wir laute technische Geräte, die uns die Arbeit erleichtern. Eine Möglichkeit, die der Gesetzgeber dabei schon vorsieht, ist die Beschränkung lauter Tätigkeiten auf bestimmte Tageszeiten.

Lärmminderung an der Quelle

Es gibt Straßen und Schienenwege, auf denen die Verkehrsbelastung kaum gesenkt werden kann. Im Straßenverkehr können dann leisere Fahrzeuge, Reifen und Fahrbahnen für weniger Schall sorgen. Generell bestehen bei vielen technischen Geräten, auf die wir heute nicht mehr verzichten wollen, noch große Potentiale für die Reduktion von Lärmemissionen. Ein Problem stellt jedoch der lange Zeitraum dar, in dem dieser Ansatz seine Wirkung entfaltet. Bis eine neue, leisere Generation von Fahrzeugen das Bild auf unseren Straßen und Schienenwegen dominiert, können Jahrzehnte vergehen.

Abschirmung

Abschirmung ist ein Mittel, wenn der Lärm an der Quelle nicht weiter zu begrenzen ist. Ein Beispiel dafür ist das Errichten von Lärmschutzwänden. Deren Anwendung ist allerdings innerhalb von Ortschaften aus städtebaulichen Gründen nur in Ausnahmefällen ein probates Mittel. Sinnvoller ist dort eine konsequente Blockrandbebauung, so dass die Innenhöfe der Häuser vor Lärm geschützt sind. Auch Gewerbelärm lässt sich abschirmen. Laute Motoren und Pumpen etwa können in Räumen betrieben werden, deren Auskleidung den Schall schluckt.

Passiver Schallschutz

Passiver Schallschutz ist die ungünstigste Methode zur Lärmminderung. Deutlich wird das am Beispiel von Schallschutzfenstern. Geschlossen können sie einen guten Schutz gegen Lärm bieten, nur möchten wir die Fenster nachts zum Schlafen auch ankippen können. Zudem müsste an einer viel befahrenen Straße jedes in der Nähe liegende Gebäude mit solchen Spezialfenstern ausgestattet werden. Das ist sehr teuer. Passiver Schallschutz muss meist an sehr vielen Stellen ansetzen, geschützt wird jedoch nur der Innen- nicht aber der Außenraum. Freiräume wie Gärten und Parks bleiben ungeschützt.

Lärmschutzmaßnahmen für den Straßen-, Schienen und Luftverkehr

Bei der Lärmaktionsplanung hat der Verkehrslärm die höchste Priorität. Für Freizeitanlagen, gastronomische Einrichtungen und Industrieanlagen gibt es bindende Grenzwerte, deren Einhaltung streng kontrolliert wird. Zudem wirken diese Lärmquellen oftmals nur an einem bestimmten Ort, während der Verkehr unsere Stadt in der Fläche belastet. Daher betrachten wir Ökolöwen Maßnahmen für den Straßenverkehr, den Schienenverkehr und den Luftverkehr hier noch einmal genauer:

Maßnahmen im Straßenverkehr
Zäher Verkehr auf einer Stadtautobahn
Bildquelle: Th. Reinhardt, pixelio.de

Der Straßenverkehr ist in Deutschland die größte Quelle für Lärmbelastungen. Moderne Pkw und Lkw sind zwar deutlich leiser als ältere Fahrzeuge, dennoch nimmt der Straßenverkehrslärm zu, da das Verkehrsaufkommen in den letzten Jahrzehnten stetig angestiegen ist. Verkehrsvermeidung und die Verlagerung auf Verkehrsträger des Umweltverbunds (Fuss, Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel, CarSharing) sind sicherlich die besten Maßnahmen zur Lärmminderung im Straßenverkehr.

Darüber hinaus gibt es vielfältige Möglichkeiten die Betroffenen wirksamer als bisher vor Verkehrslärm zu schützen. Die Lärmbelastung kann vor allem durch die Kombination und Weiterentwicklung von technischen, planerischen und rechtlichen Instrumenten reduziert werden.

Vermeidung von Kfz-Verkehr

  • „Stadt der kurzen Wege“ – Erhalt und Schaffung einer hohen Nutzungsdichte und Nutzungsmischung in der Stadt, Maßnahmen gegen die Zersiedelung der Landschaft
  • Parkraumbewirtschaftung
  • City-Logistik: Konzepte zur Bündelung von Warenströmen
  • Förderung des Umweltverbunds

Förderung von lärmarmen Verkehrsmitteln

  • Bus und Bahn:
    gute räumliche Erschließung, hohe Taktdichte, attraktive Preisgestaltung, gute Verknüpfung innerhalb des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie mit anderen Verkehrsträgern, ÖPNV-Beschleunigung
  • Radverkehr:
    Ausbau von Tempo-30-Zonen, Radfahrstreifen/ Schutzstreifen, Fahrradstraßen, Fahrrad-Abstellanlagen, Bike + Ride
  • Fußverkehr:
    kurze Wege durch hohe Nutzungsdichte und -mischung, verkehrsberuhigte Bereiche, Querungshilfen, ausreichend breite Gehwege, Befestigung und Entwässerung von Gehwegen, Wegweisung

Verträglichere Abwicklung des Kfz-Verkehrs

  • niedrigere Höchstgeschwindigkeiten innerhalb und außerhalb von Ortschaften
  • stetiger Verkehrsfluss: Koordination der Ampelanlagen bei niedriger Geschwindigkeit (Grüne Welle), Parkraum-Management, Be- und Entladezonen zur Vermeidung von Parken in zweiter Reihe, verkehrsberuhigte Bereiche, Kreisverkehre
  • städtebauliche Integration des Straßenraums: größerer Abstand zwischen Lärmquelle und Fassade, am Aufenthalt orientierte Gestaltung, Fahrbahnverengung
  • Fahrverbote für bestimmte Fahrzeuggruppen (z.B. Lkw) und/ oder Einschränkungen zu bestimmten Zeiten (z.B. nachts)

Bündelung und räumliche Verlagerung von Kfz-Verkehr

  • Verkehrsberuhigung des Straßennebennetzes
  • Lkw-Routennetze: Bündelung auf lärmunempfindlichen Routen
  • Verkehrsorganisation: Zuflussdosierung, Pförtnerampeln, Leitsysteme
  • In Einzelfällen ggf. auch Straßenneubau: innerstädtische Straßennetzergänzung entlang lärmunempfindlicher Routen

Vorbereitende und verbindliche Bauleitplanung

  • Schutz ruhiger Gebiete vor zukünftiger Verlärmung
  • Festsetzung geschlossener Bauweisen mit geschützten Innenhöfen
  • Anordnung sensibler Nutzungen auf der von der Straße abgewandten Seite
  • lärmoptimierte Überplanung von Gemengelagen

Baulicher Schallschutz

  • Schließung von Baulücken
  • lärmarme Fahrbahnbeläge
  • Tunnel, Troglagen oder Überbauung
  • Schallschutzwände/ -wälle
  • Schallschutzfenster

Maßnahmen am Fahrzeug

  • Verwendung geräuscharmer Reifen
  • Schalldämmung
  • vorausschauende Fahrweise
Maßnahmen im Schienenverkehr
Zug und viele Schienen
Bildquelle: Gerhard Frassa, pixelio.de

Der Schienenverkehr ist wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen, umwelt- und klimafreundlichen Mobilität. Im Vergleich zum Kfz-Verkehr hat die Bahn einen wesentlich geringeren Energie- und Flächenverbrauch. So befördert eine Straßenbahn der Leipziger Verkehrsbetriebe des Typs Classic XXL etwa so viele Menschen wie 180 Autos bei durchschnittlichem Besetzungsgrad. Letztere würden keinen Lärm mehr verursachen, wenn ihre Halter auf die Bahn umsteigen. Auch im Hinblick auf den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 und gesundheitsgefährdenden Schadstoffen ist die Bahn das umweltfreundlichste motorisierte Verkehrsmittel.
Doch auch Personenzüge, Güterzüge und Straßenbahnen verursachen Lärm, der die Gesundheit vieler Menschen schädigt. Schienenlärm lässt sich jedoch durch technische Maßnahmen an der Quelle erheblich reduzieren. So sind Scheibenbremsen mit Kunststoffsohle (K-Sohle) wesentlich leiser als die alten Grauguss-Klotzbremsen. Graugussbremsen, die bisher aus Kostengründen in Güterzügen eingesetzt wurden, riffeln die Räder beim Bremsen auf, weil sie auf die Radlauffläche drücken. Das unebene Rad ist beim Abrollen auf dem Gleis lauter als ein glattes Rad. Neue Wagen sind bereits mit lärmarmen Bremsen ausgestattet.
Die Umrüstung von Güterwagen und älteren Personenzugwagen muss in Zukunft verstärkt werden. Anders als etwa in der Schweiz ist in Deutschland der überwiegende Anteil von Güterwagen noch nicht mit lärmarmen K-Sohlen unterwegs. Hier fehlen wirtschaftliche Anreize, wie z.B. lärmabhängige Trassenpreise.

Hauptursachen des Schienenverkehrslärms

  • Abrollgeräusche der Räder auf den Gleisen, v.a. durch unebene Gleise und Räder (Polygonbildung)
  • Antriebsgeräusche von Motoren und Lüftern
  • Bremsgeräusche
  • Kurvenquietschen
  • aerodynamische Geräusche am Stromabnehmer (ab ca. 200 km/h)
  • Rangier- und Verladegeräusche an Bahnhöfen

Maßnahmen am Fahrweg

  • Gleisüberprüfung und -pflege (Schleifen)
  • Schwingungsdämpfende Gleisart/ Lagerung
  • Tiefrillenherzstücke an Weichen (lokal)
  • Schallabsorber
  • Entdröhnung von Brücken
  • Gleisschmierung

Maßnahmen am Fahrzeug

  • Überprüfung der Räder auf Polygonbildung
  • Lärmarme Bremsen
  • Lenkbare Radsätze
  • Radschürzen
  • Drehgestellentdröhnung

Betriebliche Maßnahmen

  • Beschaffung lärmarmer Fahrzeuge
  • Geschwindigkeitsreduzierung
  • Fahrerausbildung zur lärmarmen Fahrweise

Maßnahmen am Ausbreitungsweg

  • Schallschutzwände/ -wälle,
  • Troglage, Galeriebau, Tunnel
Maßnahmen im Flugverkehr
Flugzeug über Baumwipfeln
Bildquelle: matchk, pixelio.de

Die wesentlichen Regelungen für den Luftverkehr werden auf internationaler Ebene sowie auf Bundes- oder Landesebene getroffen. Die Kommunen haben wenig direkten Einfluss auf den Fluglärm und seine Minderung.
Eine spürbare Lärmminderung lässt sich über eine Kombination verschiedener Maßnahmen erreichen. Dazu gehören:

Vermeidung von Flugverkehr

  • Abschaffung von Steuerprivilegien für den Flugverkehr
  • Ausbau des Nachtzug-Angebotes

Verträglichere Abwicklung des Flugverkehrs

  • strengere Grenzwerte für Lärmemissionen von Luftfahrzeugen
  • lärmabhängige Start- und Landegebühren
  • Optimierung und Überwachung der Flugrouten und Flugverfahren
  • Betriebsbeschränkungen, z.B. Nachtflugbeschränkungen oder -verbote
  • räumliche Bündelung von Flugkorridoren

Weitere Maßnahmen gegen Fluglärm

  • Siedlungsbeschränkungen im Flughafenumfeld
  • Fluglärmschutzbeauftragte an Flughäfen
  • Lärmschutzanlagen/ -hallen
  • passiver Schallschutz

Maßnahmen zur Lärmminderung stehen mit anderen Vorhaben in Konkurrenz um knappe Haushaltsmittel und sollten daher mit den Bürgerinnen und Bürgern einer Stadt abgestimmt sein. Im Gegensatz zur formalen Lärmaktionsplanung und vielen bisher gelaufenen Verfahren in anderen Städten verfolgt die Projektreihe „Mach’s leiser“ deswegen einen Bottom-Up-Ansatz. Bürgerinnen und Bürger können frei von eigener Betroffenheit neue Ansätze zur Lärmminderung entwickeln und werden dabei durch uns Ökolöwen und das Planungsbüro StadtLabor unterstützt.

Lärmsituation in Leipzig

Lärmkartierung und Lärmwirkung

Lärmaktionsplanung und Lärmschutzmaßnahmen

Mach's leiser im Leipziger Norden

Mach's leiser in Leipzig-Stötteritz

Mach's leiser in der Leipziger Ostvorstadt

Gesetze und Richtlinien

Lärm-ABC und Lärm-Links

Das Handbuch - Lärmminderung für Kommunen leichtgemacht