Augen auf beim Saatgutkauf

Augen auf beim Saatgutkauf

Wenn die Sonnenstrahlen Luft und Boden erwärmen, ist die Zeit für die nächste Aussat gekommen. Die Auswahl beim Kauf von Saatgut ist groß. Doch welche Tomate, welcher Mangold, welche Radieschen sollen es werden?

Viele Gemüsearten können ab März im Freiland ausgesät oder auf der Fensterbank vorgezogen werden. Mittlerweile gibt es viele Samentütchen im Handel, die den Zusatz "Hybrid-Sorte" oder "F1" tragen. Das sind Sorten, die durch besonders gute Eigenschaften bestechen sollen und gezielt dafür gezüchtet werden, sozusagen Hochleistungssaatgut. GärtnerInnen sollten aber wissen, dass sie damit "Einmal-Gemüse" kaufen. Denn die Samen dieser Pflanzen sind nicht für die Nachzucht geeignet. Außerdem verdrängen die Hybridsorten traditionelle samenfeste Sorten für Nutzpflanzen.

Keimende Saat im Stadtgarten

Unsere Empfehlung daher: Entscheide Dich für sortenreines, samenfestes Saatgut und trage damit zum Fortbestand von alten und traditionellen Sorten bei. Das kommt der biologischen Vielfalt zugute. Mit dieser Entscheidung schonst Du gleichzeitig Deinen Geldbeutel, denn selbst gewonnenes Saatgut steht im nächsten Jahr kostenlos wieder zur Aussaat bereit. Passend zur neuen Gartensaison hast Du auf unserer Saatgut-Tauschbörse am 16. März die Gelegenheit, vermehrungsfähiges Saatgut zu tauschen und Dich mit anderen GärtnerInnen auszutauschen. Komm vorbei und entdecke ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm!

Haben wir Dein Interesse geweckt und Du möchtest Dich in der Gewinnung von eigenem Saatgut probieren? Oder hast Du  weitere Fragen zum Thema? Wir vom Team der Grünen Stadtgestaltung geben Dir gerne Auskunft. Interessante Bücher, Zeitschriften und Ratgeber zum Thema gibt es auch in der Umweltbibliothek Leipzig.

Zurück