So verbringen unsere Gartentiere den Winter
So verbringen unsere Gartentiere den Winter
Während mit dem Frost Ruhe in unsere Gärten und Höfe einzieht, suchen dort viele Gartentiere Schutz. Erfahre, wie Winterschlaf, Winterruhe und weitere Überwinterungsstrategien Igel, Fledermäuse, Insekten oder Vögel durch die Kälte bringen.
Welche Tiere verbringen überhaupt die kalten Jahreszeiten in unseren Gärten und Höfen?
In den Winterschlaf gehen viele unserer Tiere. Dazu gehören zum Beispiel Igel, Fledermäuse, Haselmäuse und Siebenschläfer. Anders als das Wort Winterschlaf vermuten lässt, schlafen die Tiere nicht. Um Energie zu sparen und so die nahrungsarmen, kalten Monate des Jahres zu überleben, werden alle lebenserhaltenden Körperfunktionen und die Körpertemperatur auf ein Minimum herabgesetzt. Im Monate andauernden Winterschlaf schlägt das Herz eines Igels beispielsweise nur zwei bis zwölf Mal in der Minute, statt der 200 Schläge, die ein Igelherz im aktiven Zustand je Minute schlägt. Igel atmen statt 40 bis 50 Mal nur noch ein bis zwei Mal pro Minute. Auf äußere mechanische Reize können die Tiere während des Winterschlafes nicht oder nur stark verzögert reagieren. Werden sie wach, bedeutet das einen hohen Energieverlust, weshalb ein durchgängig gut geschützter Platz sehr wichtig für Winterschläfer ist.
Eine Winterruhe halten zum Beispiel Waschbären, Eichhörnchen oder Dachse. Anders als beim Winterschlaf wird die Körpertemperatur während der Winterruhe nicht reduziert. Dafür werden andere Stoffwechselfunktionen deutlich heruntergefahren. Um ihre Körpertemperatur gut halten zu können, haben alle Winterruhe-Arten eine Gemeinsamkeit: einen plüschig warmen Pelz. Anders als beim Winterschlaf werden Tiere, die in Winterruhe gehen, einige Male wach. Sie nehmen dann Nahrung zu sich, urinieren und koten, bevor die nächste Ruhephase beginnt.
In eine Winterstarre fallen viele wechselwarme Tiere: Amphibien, Reptilien und Insekten. Ihre Körpertemperatur entspricht der Umgebungstemperatur. Um bei anhaltenden Temperaturen unter dem Nullpunkt nicht zu erfrieren, sind Molche, Kröten, Echsen, Schlangen, Frösche, Fische und viele Insekten daher auf frostsichere Überwinterungsquartiere angewiesen. Manche der wechselwarmen Tiere, Marienkäfer zum Beispiel, haben einen eigene Strategie entwickelt, um bei leichten Minusgraden nicht zu erfrieren. Ihr Körper produziert Glycerin, ein körpereigenes "Frostschutzmittel", das den Gefrierpunkt von Wasser senkt.
Es gibt auch einige Tierarten, die den Winter über aktiv sind: Füchse, Hasen und viele heimische Vögel zum Beispiel. Ungefähr die Hälfte der heimischen Vogelarten fliegt nicht in wärmere Gegenden, sondern überwintert hier. Zu diesen so genannten Standvögeln gehören Amseln, Meisen oder Rotkehlchen.
So unterstützt Du Igel, Fledermaus und Rotkehlchen im Winter
- Die Tiere, die jetzt im Winterschlaf, in der Winterruhe oder in der Winterstarre sind, brauchen ein ruhiges, ungestörtes Umfeld. Wenn Du Deinen Garten oder Hof ab dem warmen Frühjahr igelfreundlicher , wildbienenfreundlicher oder fledermausfreundlicher gestalten möchtest, haben wir einige Tipps für Dich zusammengefasst. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um die Umgestaltung zu planen.
- Die winteraktiven Tiere, die Du am häufigsten in Deinem Garten, auf Deinem Balkon oder auf dem Hof antriffst, sind Vögel. Wir haben für Dich zusammengefasst, welches Futterangebot für Amsel, Rotkehlchen und Blaumeise in den kalten Jahreszeiten artgerecht ist.
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