REWE verspricht Grün und baut grau

REWE verspricht Grün und baut grau

Stadtgrün muss viel zu oft für Bauvorhaben weichen, Ausgleichspflanzungen finden nur auf dem Papier statt - der REWE-Markt am Felsenkeller zeugt als aktuelles Beispiel davon.

Rewe Parkplatz

Der REWE-Markt am Felsenkeller: Wieder mal ein Paradebeispiel, dass Stadtgrün für Bauvorhaben weichen muss und Ausgleichspflanzungen nur auf dem Papier stattfinden. Auf dem Gelände des kürzlich eröffneten Supermarktes am Felsenkeller war vor dem Bau ein innerstädtisch wertvoller Lebensraum für Vögel, Insekten, Igel und Co. Nun lebt hier nichts mehr – alles Beton und Stein, obwohl der Bauplan mehr versprach.

Zu einem ‚Green Building Konzept‘ gehört mehr

Grüner Rewe in Berlin
REWE in Berlin - so soll es auch in Leipzig aussehen

Die REWE Group engagiert sich dem Web- und Unternehmensauftritt zufolge für nachhaltige Projekte wie den Schutz von Bienen. Auch bei dem Bau neuer REWE-Märkte schreibt sich das Unternehmen ein ‚Green Building‘-Konzept auf die Fahne, das sich durch eine nachhaltige Bauweise durch den Einsatz ökologischer Baustoffe und erneuerbarer Energien auszeichnen soll. Ein ‚Green Building‘ endet aber nicht an der Gebäudemauer. Zu einem echten nachhaltigen Gesamtkonzept gehört selbstverständlich die grüne Infrastruktur! Hierzu zählen beispielsweise das Pflanzen heimischer und insektenfreundlicher Gehölze, begrünte Fassaden und Dächer sowie Blühflächen auf dem Gelände. Mit diesem Vorgehen aber macht sich das Unternehmen unglaubwürdig und führt eigentlich gute Ideen ad absurdum.

Wir Ökolöwen fordern REWE auf, einen echten ökologischen Mehrwert vor Ort zu leisten und die fehlende Begrünung am Standort Felsenkeller schleunigst umzusetzen!

Multifunktionale Bauweise mit integriertem Grün

Die rückseitige Ansicht offenbart hässliche Betonwände
Die rückseitige REWE-Fassade offenbart hässliche Betonwände

Grüne Standards müssen bei allen (Neu-)Bauprojekten erfüllt werden! Dafür braucht Leipzig intelligente städtebauliche Konzepte mit kompakten Bauweisen, die Stadtgrün integrieren. Besonders multifunktionale Bauweisen bieten vielseitige Möglichkeiten, Fassaden und Dächer zu begrünen und so das Wohnumfeld aufzuwerten. Die Stadt muss hier eine Vorbildfunktion einnehmen und alle städtischen Gebäude begrünen. Konkrete Vorschriften und Anreize für Bestandseigentümer sollen darauf hinwirken, Höfe, Fassaden und Dächer nachträglich artenreich zu begrünen.

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