Cospudener See: Waldstück soll Parkplatz weichen

Cospudener See: Waldstück soll Parkplatz weichen

Am Cospudener See hinter dem Zöbigker Hafen will die Stadtverwaltung Markkleeberg den Wald für Parkplätze roden. Ein großer Stellplatz für Reisebusse und 250 Parkplätze für Autos sind geplant. Insgesamt sollen 2,1 Hektar Waldfläche gerodet werden. Der Ökolöwe fordert Leipzigs Grün zu schützen und die Pläne zu überdenken.

2,1 Hektar - das entspricht einer Fläche von drei Fußballfeldern. So ein überdimensionierter Parkplatz zieht noch mehr Autoverkehr zum See. Stau, Abgase und Lärm belasten dann nicht nur die AnwohnerInnen Markkleebergs, sondern auch die vielen LeipzigerInnen, die sich dort erholen wollen.

Markkleeberg sollte die bisherigen Parkflächen besser nutzen

Dabei wird in einer unabhängigen Verkehrsuntersuchung zu dem Vorhaben genau das Gegenteil vorgeschlagen: die bereits vorhandenen Parkplätze besser zu nutzen und die Besucherströme klüger auf die verfügbaren Stellflächen zu verteilen. Zudem wird in der Untersuchung empfohlen, die Angebote des Nahverkehrs auszubauen, damit die BesucherInnen umweltverträglich anreisen. Auch der Ökolöwe hatte 2015 ein Konzept für die Verlängerung der Linie 9 zum Cospudener See entwickelt.

Fast alle am Verfahren beteiligten Akteure sind gegen das Parkplatzprojekt. Denn damit würde die Stadt klar von den beschlossenen Zielen der Raumplanung abweichen. Eigentlich soll der Wald die Region nämlich mit Frischluft versorgen. Das sollte die Stadtverwaltung Markkleeberg akzeptieren und dieses Vorhaben sofort aufgeben!

Ökolöwe hat Appell für mehr Stadtgrün gestartet

Aufgrund solcher Entwicklungen sammelt der Ökolöwe aktuell Unterschriften, um Politik und Verwaltung zu verdeutlichen: Grün ist den LeipzigerInnen wichtig – auch im Leipziger Umland. Es macht die Stadt lebenswert. Wer den Appell des Ökolöwen noch nicht unterschrieben hat, kann das hier tun.

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