CDU will Alexis-Schumann-Platz zubauen

CDU will Alexis-Schumann-Platz zubauen

Die CDU-Fraktion Leipzig will die Grünfläche an der Karl-Liebknecht-Straße schräg gegenüber vom Immanuel-Kant-Gymnasium zubauen lassen. So steht es in einer Vorlage der CDU mit dem Titel "Flächenaktivierung für soziale Bauvorhaben", die sie in die Ratsversammlung einbrachte.

Menschen treffen sich auf dem Alexis-Schumann-Platz
Der Alexis-Schumann-Platz in Connewitz

Wir finden, der Park muss erhalten bleiben! Natürlich müssen in einer wachsenden Stadt Lücken bebaut werden, doch öffentliche Grünflächen sollten tabu sein.

Der Alexis-Schumann-Platz ist ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig Grünflächen in innerstädtischen Quartieren sind. Hier treffen sich an Nachmittagen Familien, junge und alte Leute, um zu entspannen, sich zu unterhalten, zu lernen oder zu spielen. Gleichzeitig haben Grünflächen wie der Alexis-Schumann-Platz ganz klar einen hohen ökologischen Wert für uns Menschen. Bäume binden Feinstaub und Gase und stellen uns frische Luft zum Durchatmen zur Verfügung. In Anbetracht der Klimaerwärmung werden solche innerstädtischen Grünflächen künftig sogar noch wichtiger – zum Beispiel durch ihre lokalklimatische Wirkung, die Umgebung zu kühlen. Sie sind freizuhalten und dürfen nicht bebaut werden – egal womit.

Gerade sammelt der Ökolöwe Unterschriften, um Politik und Verwaltung zu verdeutlichen: Grün ist den LeipzigerInnen wichtig.

Das Grün macht die Stadt lebenswert. In kürzester Zeit haben uns bisher über 5.000 Leipzigerinnen und Leipziger ihre Stimme gegeben. Statt einfach die Grünflächen zu Bauflächen umzuwidmen, müssen vielmehr kluge Lösungen gefunden werden, wie Bauen und Grün vereinbart werden können.

Appell für mehr Grün in Leipzig

Seit vielen Jahren weisen wir zudem darauf hin, dass Leipzig ein aktives, strategisches (Brach)Flächenmanagement braucht, das personell untersetzt sein muss.

Eine aktive, dem Gemeinwohl verpflichtete Liegenschaftspolitik definiert für alle nachvollziehbare Kriterien, anhand derer sich (Brach)Flächen identifizieren lassen, die bebaut werden können und jene, die für das Quartier aus ökologischen, sozialen oder kulturellen Gründen von herausragender Bedeutung sind und von zukünftiger Bebauung freigehalten werden.

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