Bahnbrücken über Nahle, Luppe und Weiße Elster

Bahnbrücken über Nahle, Luppe und Weiße Elster

Im nördlichen Auwald sollen die Brücken der Deutschen Bahn durch neue ersetzt werden. Bereits Anfang des Jahres hatten wir hierzu unsere Stellungnahme abgegeben. Jetzt fand der Erörterungstermin dazu statt. Wir haben deutlich gemacht: Brückenpfeiler haben im Uferbereich der Flüsse der Aue nichts zu suchen. Sie würden im wahrsten Sinne eine echte Revitalisierung des Leipziger Auwaldes verbauen.

Lage der Eisenbahnüberführungen in Leipzig
(Quelle: DB Netz AG)

Seit Jahren engagiert sich der Ökolöwe für die Wiederanbindung der Aue an die Fließgewässer, gekoppelt mit einem intelligenten Hochwasserschutz.

Wir haben Stellungnahmen, Positionspapiere und Vorträge erstellt, sind mit Politik und Verwaltung im Gespräch. Mittlerweile erarbeitet das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) ein naturschutzfachliches Gesamtkonzept für den Leipziger Auwald. Und auch bei einzelnen Zweigen der Leipziger Stadtverwaltung scheint langsam anzukommen, wie wichtig unsere Aue ist.

(Quelle: DB Netz AG)

Die Pfeilerbrücken, wie sie bisher geplant sind, stehen dieser beginnenden positiven Entwicklung für den Auwald im Weg. Sie verbauen den freien Lauf des Wassers, sind eine Barriere für den gefahrlosen Abfluss von Hochwasser, für die Gewässerentwicklung und die Biotope an ihren Säumen. Beim Erörterungstermin haben wir unter anderem erreicht, dass die Landesdirektion Sachsen die Stadt Leipzig auffordern wird, eine einheitliche Position zu beziehen. Bisher gibt es zwei Bewertungen von Stadtseite: Ein Bescheid des Amtes für Bauordnung und Denkmalpflege fordert, dass die Brücken wieder so gebaut werden, wie sie jetzt aussehen – also mit Pfeilern. Die Wasserbehörde der Stadt Leipzig hingegen spricht sich, wie auch der Ökolöwe, für die pfeilerlose Variante aus.

Wir sind nun sowohl mit der Bahn als auch mit den Behörden im Gespräch, damit die Zukunft unseres wertvollen Auwalds nicht verbaut wird.

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