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Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V.
06.12.2017 (aktualisiert am 06.12.2017)

Heldenküche

"Ich wusste, ich möchte für und mit Menschen kochen und somit meinen persönlichen Beitrag zu einer friedlicheren und gerechteren Welt leisten. Essen ist mein Medium, mit dem ich Menschen erreiche. Essen verbindet."

Heldenküche

Claudia Friedrich gründete die Heldenküche in Leipzig und hat damit eine "mobile" Küche geschaffen, die unterschiedlichen Zielgruppen die Liebe zum Nahrungsmittel und zum Kochen näherbringt. 

Besonderheiten:

Das Bilden einer "Wertschätzungskette" anstatt einer Wertschöpfungskette ist mir besonders wichtig. Mensch und Natur, die für mich und meine Kunden und Kundinnen im Einsatz sind, sollen gut behandelt bzw. fair bezahlt werden. Deswegen möchte ich den Ursprung jedes Lebensmittels kennen.

Meine Motivation:

Weltfrieden. Klingt kitschig, kann aber ruhig mal gesagt werden. Das ist mein oberstes Ziel. Dafür kämpfe ich an der Stellschraube der Ernährungsgerechtigkeit.

Was brachte dich dazu, die Heldenküche zu gründen?

Während meiner Studienzeit gründete ich mit Freunden den Verein oikos Leipzig. Ziel des Vereins ist es, das Thema Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsfakultät zu verankern. In dieser Zeit organisierten wir vielerlei Veranstaltungen und wir hatten schnell durchschaut, wie wir Menschen motivieren konnten, vorbeizuschauen – kündige ein Essen an und die Gäste kommen. Von Herzen gern kümmerte ich mich um das Buffet und entdeckte meine Kreativität bei der Zubereitung neuer Speisen. Die Begeisterung der Anderen motivierte mich, meine ehrenamtliche Tätigkeit in ein Unternehmen umzuwandeln. Die Vereinsarbeit war somit ein Sprungbrett in die Selbstständigkeit.

Du würdest die Entscheidung wieder treffen.

Auf jeden Fall!

Was ist dir an einer nachhaltigen Lebensweise besonders wichtig? 

Ich möchte nicht auf Kosten anderer Menschen leben. Das bezieht sich sowohl auf Mitmenschen der jetzigen Zeit wie die Näher*innen in Bangladesch, die ein T-Shirt für mich nähen, wie auf zukünftige Generationen, die durch unseren heutigen Verbrauch wohl weniger Rohstoffe vorfinden und es auch ziemlich warm haben werden.

Ich begreife mich als Teil der Natur und möchte ihr etwas Gutes tun, anstatt sie auszubeuten. Bei unserem global vernetzen Wirtschaftssystem ist es gar nicht so einfach, diesen Anspruch bei all meinen Konsumgütern umzusetzen. 
Schon in der Vereinszeit wurde mir klar, eine nachhaltige Lebensweise ist alles andere als Verzicht. Es braucht mehr Zeit, um sich mit jedem Konsumgut auseinanderzusetzen. Doch es lohnt sich. In jeder Branche finden sich Menschen, denen unsere Erde und unsere Kinder am Herzen liegen. Diese Menschen kennenzulernen und mich mit ihnen zu vernetzen, bereitet mir seit jeher große Freude.

Was ist das Schwierigste an deinem Alltag?

Heldenküche

Es gibt so viel zu lernen und entdecken, dass ich am liebsten alles gleichzeitig machen möchte. Ich muss mir dann immer sagen: "Schritt für Schritt! Sei geduldig." Das fällt mir schwer.

Was ist das Beste?

Meine eigene Chefin zu sein: Ich kann mir aussuchen, mit wem und für wen ich arbeite. Mein Team und meine Kund*innen machen mich glücklich. Jeden Tag freue ich mich aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Wer mich kennt, kennt den Spruch "Heute ist Glückstag", den ich so ziemlich jeden Tag verlauten lasse. 

Welches Feedback bekommst du von deinen Kunden und Kundinnen?

Sie sagen mir oft: „Man spürt die Leidenschaft und Liebe in dem was du tust.“

Worauf legst du bei deiner Arbeit besonderen Wert?

Das Bilden einer "Wertschätzungskette" anstatt einer Wertschöpfungskette. Mensch und Natur, die für mich und meine Kunden und Kundinnen im Einsatz sind, sollen gut behandelt bzw. fair bezahlt werden. Deswegen möchte ich den Ursprung jedes Lebensmittels kennen.

Was wünschst du dir für die Zukunft? 

Weltfrieden. Klingt kitschig, kann aber ruhig mal gesagt werden. Das ist mein oberstes Ziel. Dafür kämpfe ich an der Stellschraube der Ernährungsgerechtigkeit. Als Anhängerin der internationalen "Slow-Food"-Bewegung setze ich mich für eine faire Verteilung von Lebensmitteln und Eigentumsrechten an Saatgut ein. Es gibt viele weitere Baustellen, die es lohnt zu beackern. Mit Liebe und Wertschätzung erreichen wir viel. Packen wir es an! 

 

 

 

 

 

 

 

 


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