Leipzig hat jetzt einen Plan für mehr Grün: Ökolöwe e.V. fordert konsequenten Schutz
Leipzig hat jetzt einen Plan für mehr Grün: Ökolöwe e.V. fordert konsequenten Schutz
Der Leipziger Stadtrat hat das Biotopverbundkonzept und den Masterplan Grün beschlossen, für die sich der Ökolöwe e.V. seit Jahren einsetzt. Der Verein begrüßt dies, warnt aber: Ohne konkreten Flächenschutz bleiben die Konzepte wirkungslos.
Das Biotopverbundkonzept zeigt, welche Grünflächen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen unverzichtbar sind und nicht bebaut werden sollten, darunter der Capa-Wald und das Jahrtausendfeld. Der Masterplan Grün sieht 13 m² öffentliche Grünfläche im Wohnumfeld pro Einwohnerin und Einwohner vor.
„Dass Biotopverbundkonzept und Masterplan Grün beschlossen sind, ist ein wichtiger Schritt", erklärt Bozena Nawka, Umweltpolitische Sprecherin des Ökolöwe e.V. „Aber ein Konzept auf dem Papier schützt noch keine Fläche. Jetzt muss die Stadt die wichtigen Flächen konkret sichern und bei jeder Planung beachten."
Leipzig wächst, der Wohnraumbedarf ist hoch, der Druck auf Freiflächen groß. Dadurch gingen in der Vergangenheit viele wertvolle Grünflächen verloren. Ausgleichsflächen lagen häufig am Stadtrand oder außerhalb Leipzigs, dort, wo sie dem Biotopverbund und den Menschen in den Vierteln nichts nützten.
Das Biotopverbundkonzept belegt, dass auch Wiesen und Brachen Teil eines Systems sind, das die Artenvielfalt in der Stadt erhält. „Wohnraum und Naturschutz sind kein Gegensatz. Der Verlust wertvoller Grünflächen und Lebensräume muss aber gestoppt werden. Die Stadt hat nun das Abwägungsmaterial in der Hand und muss die richtigen Entscheidungen treffen“, sagt Nawka.
Der Ökolöwe e.V. fordert eine verbindliche Liste der Tabuflächen, ihre dauerhafte Sicherung und eine Prüfpflicht bei jeder Bauplanung.