Ökolöwe e.V. stellt sich gegen Waldrodung durch Stadt und RB Leipzig
Ökolöwe e.V. stellt sich gegen Waldrodung durch Stadt und RB Leipzig
Der Ökolöwe e.V. lehnt die geplante Waldrodung durch RB Leipzig entschieden ab. Die Stadt Leipzig beabsichtigt, ein rund 5 Hektar großes Waldstück neben der Kleinmesse an den Fußballklub zu verkaufen. Bereits in der nächsten Ratsversammlung am 1. Juli soll der Stadtrat darüber abstimmen.
Das betroffene Waldstück liegt mitten im Biotopverbund Leipziger Auwald und nimmt dort eine ökologisch einzigartige Rolle ein: Es ist die letzte schmale Verbindungsstelle zwischen dem nördlichen und südlichen Auwald. Pflanzen und Tiere sind auf diesen Verbindungskorridor angewiesen, um sich auszubreiten, genetisch auszutauschen und auf den Klimawandel zu reagieren.
„Die Verbindung zwischen nördlichem und südlichem Auwald ist bereits heute gefährdet – eine Rodung würde sie unwiderruflich kappen”, warnt Božena Nawka, Umweltpolitische Sprecherin des Ökolöwe e.V. „Statt den Biotopverbund zu schwächen, muss er an dieser Stelle dringend gestärkt werden. Wer jetzt zulässt, dass dieser Wald verschwindet, gefährdet die Natur im Leipziger Auwald.”
Der Ökolöwe e.V. fordert Oberbürgermeister Burkhard Jung ausdrücklich dazu auf, die Beschlussvorlage zurückzuziehen. Sollte die Vorlage dennoch zur Abstimmung kommen, appelliert der Ökolöwe an alle Stadtratsfraktionen, ihr nicht zuzustimmen.
Alle Leipzigerinnen und Leipziger können den Appell zur Rettung des Auwalds unter https://mehrgruen.oekoloewe.de/auwald-retten unterzeichnen. Er richtet sich direkt an die Stadt Leipzig und den Stadtrat.