Ökolöwe: Stadt vermarktet Waldrodung als „100 % Walderhalt”

Ökolöwe: Stadt vermarktet Waldrodung als „100 % Walderhalt”

Die Stadt Leipzig hält an ihren Plänen fest, für die Erweiterung des RB-Trainingszentrums Waldflächen an der Capastraße zu opfern. Das wurde am 16. September auf einer gemeinsamen Sitzung der Stadtratsausschüsse deutlich, in der die Stadt zwei neue Varianten für die Erweiterung auf der Westseite des Elsterbeckens vorstellte. Beide sehen vor, dass neben der Fläche der Kleinmesse auch Waldflächen verkauft werden.

Besonders kritisch ist aus Sicht des Ökolöwe e.V., dass die Stadt den Eindruck vermitteln will, in einer Variante würde 100 Prozent Wald erhalten. Doch auch in dieser Variante plant die Stadt einen Waldstreifen an der Nordseite des Plangebiets zu verkaufen. Auch diese Fläche gehört zu den Kernflächen im Verbundsystem Wald des städtischen Biotopverbundkonzepts

„Wen will die Stadt täuschen? Nur 100 Prozent Walderhalt sind 100 Prozent Walderhalt. Ein Biotopverbund funktioniert nur als zusammenhängendes System, jeder Flächenverlust schwächt diese Verbindung. Deshalb darf es westlich vom Cottaweg keinen Zentimeter Waldverlust geben. Dieser Wald ist nicht verhandelbar", sagt Božena Nawka, umweltpolitische Sprecherin des Ökolöwe e.V.

Der Ökolöwe e.V. verweist darauf, dass bereits zahlreiche Leipzigerinnen und Leipziger bei der Demonstration im Juni sowie durch hunderte Protestmails an Stadtrat und Verwaltung deutlich gemacht haben, wie wichtig der Erhalt des Waldes für Natur, Klima und Lebensqualität in Leipzig ist. Der Verein fordert die Stadt Leipzig auf, den Wald westlich des Cottawegs einschließlich seiner Funktion für den Biotopverbund dauerhaft zu sichern.

Zurück