Ökolöwe fordert S-Bahnhof am Porsche Werk

Ökolöwe fordert S-Bahnhof am Porsche Werk

Zum nächsten Fahrplanwechsel wird das Angebot im mitteldeutschen S-Bahn-Netz deutlich erweitert. Beim Ausbau neuer Strecken und Haltepunkte fehlt es aber am Tempo. Der Ökolöwe fordert: Der S-Bahnhof am Porsche Werk muss sofort gebaut werden!

S-Bahn am Hauptbahnhof Leipzig
S-Bahn am Hauptbahnhof Leipzig (Quelle: Frank Eritt, CC BY-SA 3.0).

Wir freuen uns, dass im Zuge des anstehenden Fahrplanwechsels das Zugangebot zwischen Halle und Leipzig nun endlich um 30 Prozent erhöht wird! Auch nachgefragte Stammstrecken, wie die S1 nach Grünau, brauchen zukünftig einen 15-Minuten-Takt. Die immer noch zu großen weißen Flecken im S-Bahn-Netz müssen geschlossen werden. Wir dürfen die Menschen nicht länger mangels Alternativen ins Auto zwingen.

S-Bahn fährt an tausenden Fahrgästen vorbei

Die Ansicht zeigt eine Grafik des Ökolöwen mit der Markierung eines neuen Haltepunkts GVZ-Radefeld mit hohem Fahrgatspotenzial
Die S-Bahn fährt derzeit noch an einem der größten Industrie- und Gewerbeparks der Region einfach vorbei.

In diesem Zusammenhang zeigt der Ökolöwe erneut Unverständnis darüber, dass immer noch kein Termin für den Bau eines S-Bahn-Haltepunktes am Porsche Werk in Radefeld steht. Diese Station am Porsche Werk hätte eigentlich schon vor Jahren eröffnet werden müssen. In Radefeld haben über 10.000 Menschen aus der Region ihren Arbeitsplatz. Diese fahren heute mangels Alternativen größtenteils mit dem Auto und sorgen gezwungenermaßen mit dafür, dass Leipzig die Grenzwerte für Luftverschmutzung nicht einhält. Der Freistaat muss bei dem Bau einer einfachen Haltestelle genau so viel Engagement zeigen, wie bei dem Bau immer neuer Staatsstraßen!

Bereits im Dezember 2014 hatte der Ökolöwe eine Haltestelle in Radefeld gefordert. Damals zeigte sich der Umweltbund erfreut über den Erfolg des neuen S-Bahn-Systems, das seit der Erweiterung der S5 eine Weiterfahrt von Leipzig über den Flughafen bis nach Halle ermöglicht. Die umweltfreundliche S-Bahn ist das Rückgrat der Elektromobilität in Mitteldeutschland und verbindet die Wirtschaftsregion, ohne die Luftqualität zu schädigen.

ÖPNV-Angebot muss weiter ausgebaut werden

Die Erfolgstory muss jetzt weiter geschrieben werden. Statt Fahrverbote für den Kfz-Verkehr anzuordnen, muss das ÖPNV-Angebot weiter ausgebaut werden, damit mehr Menschen vom Auto auf die Bahn umsteigen. Die S5 und auch die S5x fahren durch eines der größten Gewerbegebiete der Region. Rings um das Güterverkehrszentrum in Radefeld arbeiten Menschen in rund 40 Unternehmen, wie Porsche, DHL, DB Schenker, Thyssen Krupp oder der Deutschen Post. Zu den 10.000 Angestellten kommen noch rund 1.200 Anwohner. Bis heute gibt es hier aber noch keine Haltestelle. Die S-Bahn fährt hier einfach an dem riesigen Fahrgastpotential vorbei.

Aus unserer Sicht braucht es an dieser Stelle mehr Druck aus der Leipziger Region in Richtung Dresden. Jetzt ist es notwendig, dass Wirtschaftskammern und Stadträte der Union die Grabenkämpfe der letzten Wochen endlich beenden und gemeinsam Einfluss auf die Landesregierung für den Ausbau der S-Bahn nehmen.

Hier sieht der Ökolöwe Potenziale zur Verbesserung des S-Bahn Netzes:

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