Landesdirektion Sachsen stellt Neubauvorhaben der B87n ein

Landesdirektion Sachsen stellt Neubauvorhaben der B87n ein

Die Landesdirektion Sachsen hat den Ökolöwen als beteiligten Umweltverein darüber informiert, dass das Raumordnungsverfahren zum Neubau der Bundesstraße 87 zwischen Leipzig und Torgau eingestellt wird.

Protestplakat gegen den Ausbau der B87n
Protestplakat: Rettet die Parthenaue! B87n nein Danke! (Bild: alternative-b87)

In dem Schreiben der Landesdirektion heißt es: „Für einen autobahnähnlichen Neubau, wie bisher im Bedarfsplan für Bundesfernstraßen 2004 zwischen Leipzig und der Landesgrenze SN/BB vorgesehen und 2009 in das Raumordnungsverfahren eingebracht, sind die wesentlichen Rahmenbedingungen nicht mehr gegeben.“

Der Ökolöwe hatte sich von Ökolöwe von Anfang an gegen das Vorhaben

Planungskorridor für den Neubau einer autobahnähnlichen B87n
Planungskorridor für den Neubau einer autobahnähnlichen B87n zwischen Leipzig und der Landesgrenze mit verschiedenen Trassenvarianten.

Zwischen Taucha und Torgau sind nur 8.600 Kraftfahrzeuge pro Tag unterwegs. Das sind in etwa so wenige wie auf der Kirschbergstraße oder der Windscheidstraße in Leipzig. Das hat zu keinem Zeitpunkt einen autobahnähnlichen Ausbau gerechtfertigt.

Die Einstellung des Verfahrens ist auch ein Erfolg des breit gefächerten Widerstandes von Bürgerinitiativen und Umweltverbänden aus der Region. Mit dem Bauvorhaben wären Naturschutzgebiete unwiederbringlich zerstört, mindestens 360 Mio. Euro an Steuergeldern verschwendet und eine Fläche von 720.000 m² versiegelt worden. Das entspricht ca. 160 Fußballfeldern. Der Ökolöwe fordert die sächsische Staatsregierung nun dazu auf, Vernunft walten zu lassen und die Neubautrasse endgültig aus sämtlichen Landesentwicklungs- und Verkehrsplänen zu streichen.

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