A72 – Verschwendung von 100 Mio.

A72 – Verschwendung von 100 Millionen Euro

Der A72-Neubauabschnitts zwischen Rötha und Leipzig Süd soll eine MIllionen Euro kosten. Für den Ökolöwen ist der Bau dieses konkreten Abschnitts ein klarer Fall von Steuergeldverschwendung.

B72 vor Chemnitz
B72 vor Chemnitz (Bild: KlausFoehl, CC BY-SA 3.0)

Zwischen Leipzig und Rötha gibt es bereits eine leistungsfähige 4-spurige Bundesstraße. Dennoch sollen jetzt für 100 Millionen Euro aus gelben Schildern, blaue gemacht werden. Gleichzeitig verfallen überall im Lande Straßen, Brücken und Gleise, für deren Instandsetzung angeblich kein Geld da ist.

Kosten werden kleingerechnet - bei dem Nutzen ist es andersherum

Ob es bei den anvisierten 100 Millionen Euro bleiben wird, ist indes ungewiss. So sind beispielsweise im bereits fertiggestellten Abschnitt bei Rochlitz, wegen instabiler Böschungen, ungeplante Mehrkosten von 50 Millionen Euro entstanden. Auch Die Unterhaltungskosten für den verbleibenden Teil der ehemaligen B95 müssen weiterhin aufgebracht werden, nur eben nicht mehr durch den Bund. Auch die prognostizierte Verkehrsmenge von bis zu 65.000 Kfz am Tag erscheint unrealistisch. Hier wird ein Bedarf suggeriert, der angeblich nur mit einem Neubau zu bewältigen wäre.

Waldflächen werden vernichtet

Die neue Autobahn soll in Teilen parallel zur bestehenden Bundestraße gebaut werden. Dafür muss auch ein Waldstück weichen. Trotz des Teilrückbaus der Bundesstraße, werden Flächen zusätzlich versiegelt. Alle verantwortungsvollen Verkehrspolitiker vermitteln die klare Botschaft: "Bestandserhalt geht vor Neubau". Die Nagelprobe wäre also bestanden, wenn im vorliegenden Fall für eine kostengünstige Lärmsanierung der 4-spurigen Trasse gesorgt wird, anstatt der Betonlobby Steuermillionen zuzuschieben.

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