11 Tipps zur Abfallvermeidung

11 Tipps zur Abfallvermeidung

Der umweltfreundlichste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht. Daher gilt: Abfallvermeidung beginnt schon beim Einkaufen! Die AG Abfall gibt Dir praktische Tipps.

Die AG Abfall liefert hier 11 praktische Tipps, wie Du den alltäglichen Abfall reduzieren kannst.

1. Verzichte auf Plastik- und Papiertüten

Rund 500 Plastiktüten pro Person werden jährlich durchschnittlich in Europa verbraucht. Das ist eine große Menge an Kunststoff - und landet in der Regel nach einmaliger Benutzung gleich im Müll. Wenn Du bei Deinem nächsten Einkauf einen Stoffbeutel oder Korb mitbringst, schonst Du ganz leicht die Umwelt.

2. Obst, Gemüse und Backwaren ohne Verpackungen

Verzichte auf Verpackungen bei Obst und Gemüse. Das meiste Gemüse ist robust und Du kannst es lose im Korb oder Stoffbeutel transportieren. Und auch zur Bäckerei kannst du Deinen eigenen Stoffbeutel fürs Brot oder die Brötchen mitnehmen. Viele VerkäuferInnen freuen sich sogar, denn so sparen sie Papiertüten ein.

3. Frischetheke statt Kühlregal

Plastik einzusparen funktioniert besonders gut an der Frischetheke. Dort findest Du nicht nur Milchprodukte, Fleisch und Fisch, sondern auch eingelegte Delikatessen wie Oliven, getrocknete Tomaten und Salate. Mittlerweile kannst Du in vielen Läden Deine eigenen Behälter aus Glas oder Plastik an der Frischetheke befüllen lassen.

4. Mehrweg statt Einweg

Der Kauf einer Mehrwegflasche ist immer besser als der einer Einwegflasche – egal ob Wasser, Saft oder Milch. Eine Glasflasche mit Mineralwasser wird durchschnittlich 50-mal wieder befüllt. Außerdem können gesammelte Altglasscherben eingeschmolzen und zu neuen Glasbehälter recycelt werden. Du möchtest noch mehr Müll vermeiden? Ganz einfach: Trinke Leitungswasser - das ist in Leipzig ohne Bedenken möglich.

5. Wähle die richtige Packungsgröße

Vermeide Mini-Portionsgrößen, denn sie erzeugen im Verhältnis zum verpackten Inhalt viel Müll (z.B. Kaffeesahne, Butter, Kaffeekapseln, Teebeutel). Vor allem bei Waschmittel bietet es sich an, Vorteilspackungen zu kaufen. Damit die Menge genau Deinen Bedürfnissen entspricht, kannst Du sie in Unverpackt Läden frei wählen. Einfach passende Glasbehälter, Stoffbeutel oder alte Papiertüten mitnehmen, abwiegen und abfüllen. In Leipzig gibt es mehrere Unverpackt Läden, z.B. Einfach Unverpackt in der Südvorstadt (ab Sommer 2019 auch in Schleußig), Lieber Lose in Plagwitz (ab Sommer 2019) und Locker Lose in Reudnitz (ab Sommer 2019).

6. Verzichte auf Wegwerfprodukte

Viele Einwegprodukte können ganz leicht ersetzt werden. Man denke an Einwegfeuerzeug, Einwegrasierer, Einwegkugelschreiber, Wegwerfkameras und vor allem Spülschwämme. Hierfür gibt es jede Menge langlebige Alternativen. Auch Batterien können ganz einfach durch Akkus ersetzt werden. Das ist im Endeffekt nicht nur vorteilhaft für die Umwelt, sondern auch für Dein Portemonnaie.

7. Kaufe langlebige und umweltfreundliche Produkte

Achte beim Kauf von Geräten und Kleidung auf ihre umweltschonende Wiederverwendbarkeit. Vor allem bei Kleidung bieten sich Naturfasern an, da sie beim Waschen kein Mikroplastik freisetzen. Zu diesen Naturfasern zählen neben Baumwolle zum Beispiel auch Hanf, Wolle und Leinen. Outdoor-, Sport- und Modekleidung bestehen meistens aus synthetischen Fasern wie Elasthan, Acryl oder Polyester. Beim mechanisch-chemischen Waschprozess gelangen diese abgebrochenen Fasern ins Abwasser und später als Mikroplastik in unsere Flüsse und Meere. Speziell hergestellte  Waschbeutel sind in der Lage, einen Großteil der sich herauslösenden Mikroplastik-Bestandteile aus dem Wasser zu filtern und aufzufangen (z.B. Guppyfriend).

8. Nutze Zero Waste Kosmetika

Viele Kosmetikprodukte sind verpackungsfrei erhältlich. Duschgel und Shampoo in Plastikflaschen kannst Du ganz leicht durch Seifen oder festes Shampoo ersetzen. Diese Alternativen sind außerdem in der Regel frei von Mikroplastik und Silikonen. Gibt es die Produkte nicht verpackungsfrei, versuche so wenig Verpackung wie möglich mitzukaufen. Deocremes gibt es zum Beispiel in großen Dosen, die ein ganzes Jahr ausreichen. Für Zahnbürsten sind Wechselköpfe oder plastikfreie Varianten aus Bambus erhältlich, Tampons lassen sich durch Menstruationstassen oder Stoffbinden ersetzen und Stofftaschentücher sind nach einem Waschgang wie neu.

9. Gehe behutsam mit Deinen Lebensmitteln um

Planung ist viel wert: Wenn Du vor Deinem Einkauf überlegst, was Du die nächsten Tage isst, landen am Ende weniger verdorbene Lebensmittel im Müll. Und: An vielen Gemüsearten ist mehr dran, als Du vielleicht denkst. Bei Brokkoli und Blumenkohl kannst Du beispielsweise den Stamm mitkochen oder roh knabbern. Wenn Du doch mal zu viel Essen gekauft hast, kannst Du die Lebensmittel über eine lokale Foodsharing-Plattform verschenken oder im Freundeskreis tauschen.

10. Sortiere Deine Abfälle

Je genauer Du Deinen Abfall sortierst, desto weniger Gebühren fallen an! Auf diese Weise zahlt sich Dein umweltbewusstes Verhalten aus. Übrigens: Bioplastik eignet sich nicht für den Biomüll! Greife besser auf Papiertüten oder einen auswaschbaren Behälter zurück. Die Bioplastiktüten kannst Du aber gut für den Restmüll verwenden.

11. Zu guter Letzt: Reparieren statt Wegwerfen

Die Herstellung und Entsorgung von Produkten belastet die Umwelt. Indem Du kaputte Gegenstände reparierst und so deren Lebensdauer verlängerst, schonst Du nicht nur die Umwelt, sondern auch Deinen Geldbeutel. Du weißt nicht wie? Das passende Werkzeug und hilfreiche Tipps findest Du in Leipzig etwa im Café Kaputt oder in zahlreichen Büchern bei uns in der Umweltbibliothek Leipzig.

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