Der Ökolöwe bedankt sich bei den fleißigen Müllsammlern
Am 21.04.2010 von 15 bis 17 Uhr haben einige ehrenamtliche HelferInnen, unter Anleitung des Ökolöwen, Müll in der Weinteichsenke gesammelt.
Es wurde das gesamte Gebiet nach Müll abgesucht und mehrere Blaue Säcke befüllt. Überwiegend wurde Plastikmüll von Verpackungen gefunden. Viele Spaziergänger informierten sich vor Ort über den Einsatz. Die Aktion wurde durchweg positiv aufgenommen und einige Passanten erklärten sich bereit in Zukunft auch selbst in der Weinteichsenke aktiv zu werden.
Der Ökolöwe bedankt sich bei allen Naturfreunden!
Am 20.02.2010 wurde vom Ökolöwen bei bestem Wetter ein Einsatz in der
Weinteichsenke durchgeführt. Es wurden Kopfweiden geschnitten,
Fledermauskästen aufgehangen und Müll gesammelt.
Die 30 TeilnehmerInnen hatten an diesem Tag allerhand zu tun und waren
erst gegen 15 Uhr mit der Arbeit fertig. Sie hängten 30 Fledermaus- und Vogelkästen auf und beschnitten 15 Kopfweiden. Die Stadt Markkleeberg
hatte einen Container von 3 m³ gestellt, der mit Müll aus der
Weinteichsenke gefüllt wurde. Nicht wenige Spaziergänger und Anwohner
wunderten sich über den Einsatz. Sie konnten sich vor Ort bei den
Ökolöwen über die Aktion und ihre Hintergründe informieren. Die Resonanz
war durchweg positiv. Sie zeigt die Verbundenheit der ansässigen
Bevölkerung mit der Weinteichsenke, für die das Naherholungsgebiet
Weinteichsenke unverzichtbar ist.
Damit die Freiwilligen an diesem Tag nicht hungern mussten, wurde vom
Krisenherd ein sehr leckeres Essen gekocht.
22.12.2009 (aktualisiert am 03.03.2010)
Kästen aufhängen auf dem Friedhof
Am 11. Dezember fand auf dem Friedhof Auenkirch im Markkleeberger Osten
keine okkulte Session statt. An jenem Freitag widmeten sich die Naturschützer
des Ökolöwen wieder einmal aktiv dem Tierschutz.
Bei der durchgeführten Aktion wurden 12 Fledermauskästen,
5 Meisenkästen und 3 Halbhöhlen vom Nabu bereitgestellt und mit tatkräftiger Unterstützung freiwilliger Helfer montiert.
Trotz des kalten Wetters und großer Anstrengung
waren die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Freiwilligen bereit, den Fledermäusen
und Vögeln eine neue Behausung in fünf Metern Höhe der Laubbäume zu geben.
Dabei wurde natürlich
baumschonend verfahren, indem ein Gewebe um den Stamm gelegt wurde, das
ein Einschneiden in die Rinde verhindert. Mit einem Draht wurden dann die Kästen
befestigt.
Um 12 Uhr brachte der
Friedhofswart Kaffee zum Aufwärmen, um neue Kraft zu tanken für das noch
Anstehende.
Nach vier langen Stunden waren dann auch die
letzten Kästen angebracht und Erleichterung und Zufriedenheit zeichnete sich in
den Gesichtern über das Geschaffte ab.
Von unserer Seite vielen Dank an die Beteiligten für
ihre Hilfsbereitschaft und ihren Einsatz. Außerdem danken wir dem Auenfriedhof für die Erlaubnis, die Kästen auf dem Gelände anbringen zu dürfen.
Durch sie haben Fledermaus, Meise und andere Vögel eine Unterschlupfmöglichkeit.
Der
Ökolöwe führt seit 1996 Biotoppflegemaßnahmen
auf der Feuchtwiese in der Weinteichsenke Markkleeberg durch.
Die
Weinteichsenke liegt im Süden Leipzigs und reicht von Leipzig-Wachau bis Markkleeberg-Ost
in einer Ausdehnung von ca. drei Kilometern. Die eigentliche Feuchtwiese liegt
direkt am Weinteichgraben und umfasst ein Mosaik verschiedener Landschaftstypen,
das eine Größe von 5.800 m² hat.
Hier
kommen eine Vielzahl unterschiedlicher Erscheinungsformen und Strukturelemente
vor: Neben verschiedenen Feuchtwiesentypen gibt es den Weinteichgraben mit seinen Uferbereichen sowie Baumgruppen, höhlenreiche Altbäume, Totholzablagerungen,
Röhrichte und Lesesteinhaufen.
Durch
die umliegenden intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen werden
allerdings immer wieder gelöste Nährstoffe mit dem Regenwasser auf die Fläche
eingebracht, die vor allem das Wachstum nitrophiler Pflanzen fördern.
Dennoch hat sich eine vielfältige Fläche entwickelt, die - wenn auch
von der Flora allein nicht so reich ausgestattet - vor allem für eine Vielzahl
von Tiergruppen und -arten Lebens-, Nahrungs- und Rastplatz darstellt. Besonders
hervorzuheben sind hierbei Fledermäuse,
Laufkäfer und Brutvögel. Nicht zuletzt befinden sich darunter 70 Vogelarten,
die allesamt durch die Europäische Vogelschutzrichtlinie und das
Bundesnaturschutzgesetz geschützt sind.
Die
optimale Pflege der Feuchtwiese in der Weinteichsenke als für viele Arten wichtiger
Lebensraum ist somit die beste Voraussetzung, um das Biotop zu erhalten
und noch zu verbessern.
Vier Tage und acht beherzte sowie
unermüdliche HelferInnen brauchte es, um die Feuchtwiese in der Weinteichsenke
Markkleeberg zu "zähmen". Mit dem jährlichen Schnitt sollen die
üppig wuchernde Zaunwinde und das sich stark ausbreitende Schilfröhricht in die
Schranken gewiesen werden.
So wird der Artenreichtum der Weinteichsenke
erhalten und verhindert, dass sich einige wenige Pflanzenarten die Feuchtwiese
unter den Nagel reißen. Aushagern heißt
diese Geduldsarbeit im Fachjargon. Dabei werden einer Fläche durch das Mähen
und den Abtransport des Schnittguts Nährstoffe entzogen, um bestimmten Pflanzen
das Wachstum zu erschweren und im Gegenzug anderen Arten verbesserte
Standortbedingungen für ihre Entwicklung zu bieten. "In der ausgeräumten Agrarlandschaft
stellt die Wiesenfläche der Weinteichsenke ein Rückzugsgebiet für Arten dar,
die auf Grünlandbiotope angewiesen sind. Deshalb müssen diese so genannten
Trittsteinbiotope unbedingt erhalten bleiben", erklärt Nannette Uhlig, Fachfrau
des Ökolöwen für Natur- und Artenschutz.
Doch die Zaunwinde ist ein
sehr widerspenstiges Kraut und räumt das Feld nur ungern. "Sobald sie Fuß
gefasst hat, vermehrt sie sich durch unterirdische Sprossausläufer prächtig.
Besonders auf nährstoffreichen Standorten breitet sie sich schnell aus. Durch
ihr rasantes Längenwachstum hat sie einen beachtlichen Konkurrenzvorteil
gegenüber anderen Pflanzenarten", weiß Uhlig. Unter der glühenden
Augustsonne galt es nun, einen guten halben Hektar Fläche zu bezwingen. Danach
füllte das widerspenstige Kraut drei riesige Container.
Eines
möchte Nannette Uhlig deshalb nicht vergessen haben: "Unser herzlicher Dank
gilt allen freiwilligen Mahdhelfern und -helferinnen, die uns trotz der großen
Hitze nicht im Stich ließen!" Auch die Bürgerinitiative Markkleeberg-Ost hatte
einen wichtigen Anteil an der geglückten Biotoppflege. Ohne das leckere
Mittagsmahl und das logistische Unter-die-Arme-Greifen von Katrin Erben hätte
sich wohl kein Halm bewegt. Ob die Winde nun besiegt ist? Spätestens zur
nächsten Augustmahd wissen wir mehr.