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Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V.
28.09.2009 (aktualisiert am 08.12.2009)

Keine S 46 durch die Weinteichsenke - Die Unterstützung wächst!

Keine S 46 durch die Weinteichsenke - Die Unterstützung wächst!

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Mit Freude begrüßten der NABU Regionalverband Leipzig und der Ökolöwe die Aussagen von Ralf Fritsche und Herbert Wiebelitz in der LVZ vom 27. August 2009 "gegen die Planungen für einen Neubau der S 46 durch die Weinteichsenke". Wie in der Einschätzung der beiden Markkleeberger so auch in unseren eigenen Verkehrszählungen wurde deutlich: Seit der Fertigstellung der A 38 sind die Verkehrszahlen enorm heruntergegangen. Statt ursprünglich prognostizierter fast 20.000 Autos täglich konnte lediglich noch eine Belastung mit ca. 6.000 Fahrzeugen in der Wachauer Straße nachgewiesen werden.

Das reicht nicht aus, um Baukosten und Naturzerstörung im geplanten Ausmaß zu rechtfertigen! Die Belegung ist nicht höher als bei jeder beliebigen städtischen Nebenstraße. Eine Umgehungsstraße für solche "Belastungen" ist daher nicht angebracht, finden wir.

Auch hatten wir neben den nicht ausreichenden Verkehrszahlen über 100 unter Schutz stehende Arten in der Weinteichsenke nachgewiesen. Völlig zu recht hat die EU vor drei Jahren festgestellt, dass sich dieser enorme ökologische Wert nicht einfach "wegwägen" lässt, wie es deutsche Behörden jahrelang praktiziert haben.

Somit ist unsere seit Jahren vorgebrachte Forderung unbedingt zu bekräftigen, dass die Verwaltung nun endlich ein alternatives und kostengünstigeres Verkehrskonzept auf den Weg bringen muss. Es kann nicht sein, dass man jahrelang ohne Nachzudenken nur an einer Strategie festhält - und bei allen Problemen darauf verweist, dass dann schon irgendwann die neue S 46 kommen wird. Es gibt bessere Lösungen, ohne dass weiter Natur und Steuergelder verschwendet werden müssen.

Trotz zahlreicher Forderungen des NABU und von uns hat die Verwaltung zwischenzeitlich nichts getan, um mit einfachen, kostengünstigen und sofort wirksamen Maßnahmen den berechtigten Sorgen der Anwohner zu entsprechen. Zum wiederholten Male fordern wir deshalb, nun endlich mit Hilfe von verkehrsleitenden und verkehrsberuhigenden Maßnahmen (wie zum Beispiel Tempo 30, LKW-Fahrverbot, Verkehrsinseln, Geschwindigkeitskontrollen) den Menschen an der Wachauer Straße zu helfen!

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