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09.03.2009 (aktualisiert am 00.00.0000)
Die Naturschutzverbände Ökolöwe und NABU sind mit den Sofortmaßnahmen am 23.7.2006 im Naturvorranggebiet sehr zufrieden. Schon kurz nach der offiziellen Eröffnung des Markkleeberger Sees zeichnete sich ab, dass sich gerade die Getzelauer Insel zum beliebten Ort für Partys von Jugendlichen zu entwickeln drohte. Doch die Stadt Markkleeberg intervenierte rechtzeitig und angemessen. Nun bleibt abzuwarten, ob die Stadt auch zukünftig so entschlossen vorgehen wird. Philipp Steuer, Geschäftsführer des Umweltbundes Ökolöwe, erläutert die Situation: "Wie uns Mitglieder des Ökolöwen berichteten, war die Getzelauer Insel am vergangenen Wochenende Schauplatz mehrerer Partys und Grillabende. Dabei wurde auf die schützenswerte Fauna und Flora keine Rücksicht genommen." Bereits zur Eröffnung des Markkleeberger Sees mahnte der Ökolöwe deshalb den wasserseitigen Schutz und vor allem die eindeutige Ausweisung des Vorranggebietes am Südufer und auf der Insel an, um die menschliche Nutzung in kalkulierbare Bahnen leiten zu können. "Es geht uns schließlich darum, den Menschen die Schönheit und Einzigartigkeit der hiesigen Natur nahe zu bringen. Deshalb sind wir auch in erster Linie für eine eindeutige Beschilderung und nicht für eine umfassende Umzäunung eingetreten. Allerdings muss sichergestellt werden, dass enorme Störungen der Tiere, das Zurücklassen von Müll und das Verwüsten des Gebietes nicht möglich sind", betont Steuer nachdrücklich.
Doch die Stadt Markkleeberg wusste - zumindest am ersten Tag - mit dem Problem umzugehen und schritt sofort ein. Sie erklärte, zukünftig durch regelmäßige Rundgänge die Einhaltung der Schutzbestimmungen gewährleisten zu wollen. Ob das funktioniert, werden die Umweltverbände in den nächsten Tagen und Wochen kontrollieren. Erfreut über die "einstweilige" Durchsetzung der Ruhezonen zeigte sich auch Joachim Schruth vom NABU Sachsen: "Wir sind sehr froh darüber, in der Stadt Markkleeberg eine Verbündete bei der Durchsetzung des Schutzstatus gefunden zu haben. Zweifellos rechtfertigt die schon jetzt reiche und zukünftig wahrscheinlich noch wertvollere Vogelwelt der Insel und des Südufers diesen engagierten Einsatz."
Angesichts des reichen Brut- und Zugvogelbestandes wurde sowohl die Insel als auch das Südufer des Markkleeberger Sees zum Naturvorranggebiet erklärt. Das Besondere daran: Hier soll der Natur freier Lauf gelassen werden (Experten sprechen dabei von Sukzession), was jedoch eine starke Einschränkung der menschlichen Nutzung erfordert. In den letzten 15 Jahren war dies gegeben, und so konnten sich - wie jüngst eine Studie der Ökologischen Station Borna nachwies - etliche seltene Vogelarten etablieren.
Naturschutz hat auf der Getzelauer Insel nach dem Willen der Stadt vorerst Vorrang (27. Juli 2006)
Naturschutzverbände begrüßen die Sofortmaßnahmen der Stadt Markkleeberg zum Schutz der Getzelauer Insel.
Die Naturschutzverbände Ökolöwe und NABU sind mit den Sofortmaßnahmen am 23.7.2006 im Naturvorranggebiet sehr zufrieden. Schon kurz nach der offiziellen Eröffnung des Markkleeberger Sees zeichnete sich ab, dass sich gerade die Getzelauer Insel zum beliebten Ort für Partys von Jugendlichen zu entwickeln drohte. Doch die Stadt Markkleeberg intervenierte rechtzeitig und angemessen. Nun bleibt abzuwarten, ob die Stadt auch zukünftig so entschlossen vorgehen wird. Philipp Steuer, Geschäftsführer des Umweltbundes Ökolöwe, erläutert die Situation: "Wie uns Mitglieder des Ökolöwen berichteten, war die Getzelauer Insel am vergangenen Wochenende Schauplatz mehrerer Partys und Grillabende. Dabei wurde auf die schützenswerte Fauna und Flora keine Rücksicht genommen." Bereits zur Eröffnung des Markkleeberger Sees mahnte der Ökolöwe deshalb den wasserseitigen Schutz und vor allem die eindeutige Ausweisung des Vorranggebietes am Südufer und auf der Insel an, um die menschliche Nutzung in kalkulierbare Bahnen leiten zu können. "Es geht uns schließlich darum, den Menschen die Schönheit und Einzigartigkeit der hiesigen Natur nahe zu bringen. Deshalb sind wir auch in erster Linie für eine eindeutige Beschilderung und nicht für eine umfassende Umzäunung eingetreten. Allerdings muss sichergestellt werden, dass enorme Störungen der Tiere, das Zurücklassen von Müll und das Verwüsten des Gebietes nicht möglich sind", betont Steuer nachdrücklich.
Doch die Stadt Markkleeberg wusste - zumindest am ersten Tag - mit dem Problem umzugehen und schritt sofort ein. Sie erklärte, zukünftig durch regelmäßige Rundgänge die Einhaltung der Schutzbestimmungen gewährleisten zu wollen. Ob das funktioniert, werden die Umweltverbände in den nächsten Tagen und Wochen kontrollieren. Erfreut über die "einstweilige" Durchsetzung der Ruhezonen zeigte sich auch Joachim Schruth vom NABU Sachsen: "Wir sind sehr froh darüber, in der Stadt Markkleeberg eine Verbündete bei der Durchsetzung des Schutzstatus gefunden zu haben. Zweifellos rechtfertigt die schon jetzt reiche und zukünftig wahrscheinlich noch wertvollere Vogelwelt der Insel und des Südufers diesen engagierten Einsatz."
Angesichts des reichen Brut- und Zugvogelbestandes wurde sowohl die Insel als auch das Südufer des Markkleeberger Sees zum Naturvorranggebiet erklärt. Das Besondere daran: Hier soll der Natur freier Lauf gelassen werden (Experten sprechen dabei von Sukzession), was jedoch eine starke Einschränkung der menschlichen Nutzung erfordert. In den letzten 15 Jahren war dies gegeben, und so konnten sich - wie jüngst eine Studie der Ökologischen Station Borna nachwies - etliche seltene Vogelarten etablieren.
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