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Caritasverband und Ökolöwe gewinnen Deutschen Nachhaltigkeitspreis "ZeitZeicheN"
30. September 2008
Im Rahmen eines feierlichen Festakts im Bundesverwaltungsgericht erhielten Caritasverband Leipzig und Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V. gestern Abend den begehrten Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie "ZeitZeicheN-Ideen 2008", Themenbereich Klimaschutz.
Gewürdigt wurde das Projekt "Haushaltsenergieberatung in sozial schwachen Haushalten". Ziel des Projektes ist die Ausbildung von Langzeitarbeitslosen zu "Energiesparberatern". Diese sollen einkommensschwachen Leipziger Bürgern durch Beratung in deren Haushalten Wege und Mittel aufzeigen, wie sie durch bewussten Umgang mit Energie und Heizung Geld sparen und gleichzeitig das Klima schützen können. Mehr noch: Im Rahmen der Beratung sollen sie auch mit entsprechenden Geräten – wie z.B. abschaltbaren Steckerleisten – ausgestattet werden.
Festredner Dr. Jörg Albrecht vom Sächsischen Ministerium für Umwelt und
Landwirtschaft würdigte in seiner Laudatio das Projekt als "ein
Projekt, das in vorbildlicher Weise alle Aspekte des
Nachhaltigkeitsgedankens in sich vereint".
Das Projekt ist eingebunden in das vielfältige Beratungs- und
Unterstützungsangebot der Caritas für Menschen in Notsituationen und
genauer das Caritas Sozialzentrum in Leipzig-Grünau, das eine Vielfalt
von Leistungen anbieten wird. Neben der Energieeinsparberatung sind im
Caritasladen in Grünau auch andere Dienstleistungen wie Hilfe bei der
Wohnungssuche, Möbelausstattung und gebrauchte Gegenstände des
täglichen Bedarfs zu haben. "Die Menschen, die zu uns kommen, finden im
Sozialzentrum Unterstützung durch die Angebote eines Sozialkaufhauses
(z.B. Gebrauchtmöbelladen) – und dank der Zusammenarbeit mit dem
Ökolöwen auch bei Fragen des sparsamen Umgangs mit Energie und Strom.
All das dient dem Umweltschutz, weil es zum einen der
Energieverschwendung, zum anderen der Wegwerfmentalität unserer
Gesellschaft entgegenwirkt", so Christiane Henneke, Geschäftsführerin
des Caritasverbandes.
"Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Caritasverband einen ganz neuen Partner gefunden haben, mit dem wir Zugang zu Zielgruppen bekommen, die sonst für Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes nicht unbedingt offen sind, aber z.T. erhebliche Kosten für Strom und Heizung zu tragen haben. Hier wird deutlich, dass Klimaschutz eben auch Einsparpolitik ist – und damit gerade für Menschen mit geringen Einkommen oder knapp bemessenen staatlichen Unterstützungsleistungen ein Gebot der Stunde ist", so Philipp Steuer, Geschäftsführer des Ökolöwen.
Das Projekt soll noch Ende des Jahres anlaufen; die entsprechenden Anträge sind gestellt und fast bewilligt. Es wird bereits jetzt durch zahlreiche Förderer unterstützt. Neben der Arge Leipzig sind dies v.a. die Sächsische Energieagentur (SAENA) sowie die Veolia-Umweltstiftung. Trotzdem fehlt es noch an Mitteln für eine dauerhaft abgesicherte Leiterstelle im Sozialzentrum und für verschiedene Sachkosten. Hierfür suchen die Vereine noch dringend Sponsoren.
Der Preis wird seit 2007 von einer Jury verliehen, der unter anderem Prof.
Gerhard de Haan, Deutschlands Koryphäe in der
Umweltkommunikationsforschung, und Bernd-Dietmar Kammerschen, Präsident
der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, angehören.
Vertreter anderer Städte äußerten bereits ihr Interesse an einer
Übertragung der Projektidee.
Für Rückfragen:
Marcus Zschornack, Caritasverband Leipzig e.V. - Tel. 0341-9636130
Carla Gross, Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. - Tel. 0341-2322917
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