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Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V.
09.03.2009 (aktualisiert am 00.00.0000)

Neu gegründete Bürgerinitiative "Stopp Privatisierung am Cospudener See" sammelt Unterschriften (Februar 2009)

Auf Grund der in der letzten Zeit bekannt gewordenen Pläne zum Bau eines Luxushotels, von Golfvillen und eines Golfplatzes in wertvollste Naturbereiche der Neuen Harth formiert sich in Markkleeberg die Bürgerinitiative "Stopp Privatisierung am Cospudener See", die mit Unterschriftensammlungen, Plakat- und Protestaktionen auf die Gefährdung für Natur und Naherholung aufmerksam machen und die Markkleeberger Politiker an ihre früheren Versprechen erinnern will.

Die Bürgerinitiative wird durch die in der Region Leipzig aktiven Naturschutzverbände Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V., NABU-Regionalverband Leipzig e.V. und den Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. unterstützt. Die Bürgerinitative sieht sich in der Tradition der kraftvollen Volksbewegung zu Wendezeiten, als tausende Leipziger und Markkleeberger unter der Führung der Bürgerinitiative "Stopp Cospuden" den Stopp des damaligen Tagebaus erzwangen.

Damals wurde von den alten im Umbruch befindlichen Verwaltungen und neuen Politikern der Bevölkerung die Wiederherstellung wertvoller Natur in der vom Bergbau geschundenen Landschaft versprochen. Eine Landschaft, die als Naherholungsziel öffentlich für alle Bürger sein sollte. Von Ausgrenzung und Privatisierung war damals keine Rede. Auch der heutige Oberbürgermeister Markkleebergs gehörte zu denjenigen, die den Markkleebergern eine hochwertige Naherholung in vielfältig wiederhergestellter Natur versprachen.

Die Bürgerinitiative und die drei Naturschutzverbände erklären deshalb die Entscheidung für den Erhalt der wertvollen, öffentlich zugänglichen Natur mit dem Harth-Wald und gegen den Bau eines Luxushotels, von Golfvillen und einem Golfplatz in der Neuen Harth zu einem wesentlichen Wahlprüfstein in der Markkleeberger Kommunalwahl. Stadträte, die sich für die Bebauung der wertvollen Landschaft und damit für ein Zielabweichungsverfahren zur Aufhebung des Vorranggebietes Natur- und Landschaft aussprechen, sind für Naturfreunde und Erholungssuchende nicht mehr wählbar!

Am Cospudener See mussten die Natur und die Menschen, die sich an den besonderen Werten der Natur erfreuen immer weiter zurückstecken. Immer mehr haben andere Nutzungsinteressen Flächen in Anspruch genommen, nur die für eine naturnahe Eigenentwicklung mit entsprechender Artenvielfalt wurden immer kleiner. Deshalb - es reicht! Keinen Zentimeter weiter! Stopp!

Wer die Grundsatzfrage stellt: Tourismus oder Natur, der möge bitte die Gegenfrage beantworten, wie er hunderte Menschen, die jedes Wochenende auf dem Rundweg um den Cospudener See pilgern, bezeichnet. Für uns sind dies Erholung suchende Naturtouristen, die sich noch an der schönen, frei zugänglichen Landschaft erfreuen können. Deshalb sind wir für einen an die Natur angepassten Tourismus und gegen einen elitären Luxustourismus unter Ausgrenzung der Allgemeinheit. Auch die Frage, ob man für oder gegen diese Arbeitsplätze ist, ist in dieser Form falsch gestellt. Natürlich sind wir für Arbeitsplätze, aber an dieser Stelle nicht in dieser Form.


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Enrico Vlach

 

Umweltpolitischer Sprecher

Tel. 0341-3065-370