>> Große Verluste im Winterquartier
15.03.2011 (aktualisiert am 08.04.2011)
Von der jährlichen Wanderung
kommen viele Schwalben nicht zurück...
Vor ihrem Rückzug nach Afrika ins Winterquarier sammeln sich junge und alte Rauchschwalben meist zu Hunderten an so genannten Schlafplätzen (ab Ende Juli). Diese befinden sich oft im Röhricht von Seen und Teichen. Im Leipziger Landkreis existiert ein solcher Schlafplatz im Naturschutzgebiet Eschefelder Teiche.
Die Überwinterungsgebiete für mitteleuropäische Rauchschwalben erstrecken sich von Mittelafrika
(Kongo, Uganda) bis nach Südafrika. Im afrikanischen Winterquartier
sind die Vögel über Savannen, feuchten
Grasländern, Sümpfen und offenen Kulturlandschaften
anzutreffen, aber auch über Regen- und Nebelwäldern
in 3.000 m Höhe.
In SO-Nigeria überwintern jedes Jahr im Dezember fast 1 Million Rauchschwalben. Früher wurden von der dortigen Bevölkerung
- vom Ältesten des Dorfes streng reglementiert - bis zu 5.000
Schwalben je Jahr in mondhellen Nächten an ihren
Schlafplätzen mit Leimruten gefangen. Derzeitig wird versucht,
mithilfe einer regionalen Schweinezucht den Eiweißbedarf der
Bevölkerung ganzjährig zu decken und damit den
Schwalbenfang zu stoppen. Während des Herbstzuges
können anhaltende Schlechtwetterperioden zum Zugstau und damit
zum Massensterben von Rauch- und Mehlschwalben (Hungertod)
führen. Das letzte derartige Ereignis fand 1974 statt. Damals
wurden Hunderte von Schwalben von freiwilligen Helfern in Ost und West eingesammelt und
per Bahn oder Flugzeug über die Alpen nach
Südfrankreich oder Nordafrika verfrachtet.
Thomas Brückmann
Benjamin Schilling
Rauchschwalben-Projekt
Tel. 0341-3065-370
Ökolöwe - Umweltbund Leipzig
e.V.
Sparkasse Leipzig
Konto 112 113 15 61
BLZ 860 555 92
Verwendungszweck: Rauchschwalbe
Die Spenden werden ausschließlich für das Hilfsprojekt für
Rauchschwalben in ihrem Überwinterungsort Ebekken in Nigeria eingesetzt.
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