Auf die Frage der LVZ was Herr Hobusch (FDP) denke, falls jemand in seiner Nachbarschaft die Absicht habe, eine alte Eiche zu fällen, antwortete dieser: „Wenn er meint, dass ihn die Eiche stört. Dann ist das in Ordnung.“ Es stellt sich die Frage, wie eine solche Aussage mit dem Argument „Wir trauen es den Menschen zu, vernünftige und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.“ zusammenpasst? Offensichtlich gar nicht! Hier werden Einzelinteressen mit dem Gemeinwohl gleichgesetzt. Verantwortungsvoll wäre es, darüber nachzudenken, welchen positiven Effekt der „störende“ Baum auf die Stadtgesellschaft hat. Dabei ist René Hobuschs Verweis auf Artikel 14 des Grundgesetzes doch äußerst hilfreich, denn dort heißt es: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“
Uns drängt sich die Vermutung auf, dass hier unter dem Mantel des Bürokratieabbaus versucht wird, den Aufwand und die Kosten der naturschutzfachlichen Überprüfungen auf den Bürger abzuwälzen. Denn auch wenn die Baumschutzsatzungen abgeschafft werden, kann und darf nicht jeder Bäume fällen, wie es ihm gefällt. Stattdessen muss man sich mit dem Bundesnaturschutzgesetz auseinandersetzen. Das ist ohne Kenntnisse der Fachbegriffe für den verantwortungsvollen Bürger wohl nicht zu leisten.
Wenn sich die Leipziger FDP-Fraktion die Zeit genommen hätte, am 19. März an der Expertenanhörung im Sächsischen Landtag teilzunehmen, dann wüsste man, dass sich 11 von 14 Sachverständigen für den Erhalt der Baumschutzsatzungen ausgesprochen haben. Herr Hobusch wüsste dann auch, dass die Satzung in Görlitz im Oktober 2008 aufgrund übermäßiger Fällungen wieder eingeführt wurde. Dass in Görlitz und Wiesbaden das Stadtbild in der Zeit ohne Baumschutzsatzungen extrem gelitten hat, ist nicht zu übersehen. In Görlitz hat man derweil gelernt, dass die baumschutzrelevanten Bedingungen der Städte und Gemeinden zu verschieden sind, als dass man für alle eine einheitliche Regelung vornehmen könnte.
Übrigens, der bürokratische Aufwand für den Bürger äußert sich bisher im Ausfüllen eines zweiseitigen Antrages. Der wiederum verschafft dem Antragsteller eine Rechtssicherheit, die mit dem Wegfall der Satzung nicht mehr gegeben wäre. Im ungünstigsten Fall drohen den Bürgern Strafzahlungen nach der Baumfällung. Und das Geld, dass die Leipziger durch die Auflagen der Baumschutzsatzung zahlen wird zweckgebunden für den Erhalt und das Pflanzen von Bäumen verwendet.
Es ist an der Zeit die egozentrische Perspektive abzulegen und den Blick über den Gartenzaun zu erheben, bevor verantwortungsvolle Entscheidungen mit Einzelinteressen gleichgesetzt werden. Eigentum verpflichtet!
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22.04.2010_PM_Replik auf Herrn Hobusch (FDP)
Eigentum verpflichtet! - Das Einmaleins der Baumschutzsatzung
Der Erklärungsbedarf zum Thema Baumschutzsatzung ist nach wie vor ungebrochen. Nachdem die LVZ in der letzten Woche über die Positionen der politischen Parteien berichtete, sich der eine oder andere Bürger auf den Schlips getreten fühlte, weil man ihn nicht ernst nehme, konnte man am Mittwoch in der LVZ ein Streitgespräch von Leipziger Stadträten zum Thema Baumschutzsatzung lesen. Der Ökolöwe war erstaunt über die Aussagen des FDP-Stadtrates René Hobusch.
13.04.2010_PM_Frühlingsfest im Stadtgarten Connewitz
Unter dem Motto „Frühlingserwachen“ lädt der Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. am Sonntag, den 25.04.2010, von 14 bis 18 Uhr zum jährlichen Frühlingsfest in den Stadtgarten Connewitz ein.
Alle kleinen und großen Abenteurer erwartet ein unterhaltsamer Familiennachmittag mit vielen Erlebnisangeboten. Mit dabei sind u. a. die Künstlerinnen von „Catamaran“. Hildebrandstraße / S-Bahn bis Bhf. Connewitz
Sie erfinden gemeinsam mit Kindern exotische Blumen, lassen kleine und große Forscher mit Zeichenbrett, Papier und Stiften auf Entdeckungsreise durch den Stadtgarten gehen und locken den Frühling mit aller Farbenpracht herbei.
Ein „Sommerwunschbaum“ wartet darauf, mit traumhaften Wünschen für den
Sommer geschmückt zu werden, und kleine und große Poeten können sich mit
Faltgedichten und Frühlingsdreizeilern (Haikus) einmal ganz der Muse
verschreiben. Darüber hinaus ist auch der LeseLust Leipzig e.V. mit
einer Vorlesestunde zum Thema „Lustige Schni-Schna-Schnattergeschichten“
(Geschichten für Kinder von 3 bis 8 Jahren) dabei.
Kinderschminken, Trommelgruppe, Kaffee und Kuchen auf der Terrasse sowie
ein Lagerfeuer zum Abschluss gehören selbstverständlich auch wieder zum
Fest.
Der Eintritt ist frei!
Kontakt und weitere Infos unter: Tel.:
0341-3065-114
Ansprechpartner: Uwe Schmidt, Marco Niedorf, Martina Neumann
So finden Sie den Stadtgarten Connewitz: Kohrener/Burgstädter StraßeEingang Kohrener Straße, 04277 Leipzig, Straßenbahnlinie 11 (Richtung Markkleeberg) Haltestelle
09.04.2010_PM_Umwelttage und Ökofete
Bis zum Freitag, den 16. April, können noch Anmeldungen für die Umwelttage nachgereicht werden
Rund um den Weltumwelttag, der von den Vereinten Nationen am 5. Juni begangen wird, finden in Leipzig seit vielen Jahren die Leipziger Umwelttage des Ökolöwen statt. Sie verstehen sich als offenes Forum, in dem eine Woche lang Aktionen, Einzelveranstaltungen, Diskussionen, Filme und Führungen zum Thema Natur und Umwelt in und um Leipzig angeboten werden.
Im Mittelpunkt steht diesmal der Schutz der Biodiversität, denn das Jahr 2010 ist das Jahr der Artenvielfalt. Es soll uns den wachsenden Verlust und die Unwiederbringlichkeit von Pflanzen- und Tierarten deutlich machen.
Zu den diesjährigen Umwelttagen vom 5. bis 13. Juni ruft der Ökolöwe ganz besonders Vereine, Organisationen, Initiativen, Behörden, Kindergärten, Schulen und Hochschulen auf, sich zu beteiligen. Sie können die Umwelttage nutzen, ihre Sichtweisen mit und in der Öffentlichkeit zu diskutieren, Projekte vorzustellen und Exkursionen anzubieten.
Am 13. Juni beendet ein rauschendes Umweltfest im Clara-Zetkin-Park die
Umwelttage. Auf der Ökofete, dem größten Umweltfest Leipzigs, laden dann
zahlreiche Stände, ein buntes Rahmenprogramm und eine Bühne zum
Mitmachen, Zuhören und Feiern ein.
Bis zum 16. April können interessierte Gruppen ihre Veranstaltungen noch
zu den Umwelttagen anmelden.
Die Umwelttage und Ökofete werden vom Amt für Umweltschutz der Stadt
Leipzig gefördert.
Rückfragen und Anmeldungen:
Enrico Vlach, Christiane Naumann
Telefon: 0341-3065-370
Fax: 0341-3065-179
06.04.2010_PM_Vandalismus im Stadtgarten
Der Stadtgarten Connewitz wurde wieder einmal Opfer sinnloser Zerstörung: Diesmal versuchten der/die Täter in der Nacht von Freitag zu Samstag in die Hütte des Stadtgartens zu gelangen. Zunächst beschädigten sie die Tür und zerstörten das Schloss. Da sich die Tür nicht öffnete, entschieden sie sich für das Fenster, rissen den Holz-Fensterladen aus der Wand und zerschlugen die Scheibe. In der Hütte räumten die/der Täter dann die Spendenkasse aus.
„Wir sind wütend über soviel Dummheit und Sinnlosigkeit. Die Täter scheren sich offensichtlich nicht um die Mühe und Arbeit, die wir in den Stadtgarten investieren.“, sagt Uwe Schmidt, Leiter des Stadtgarten Connewitz. Gerade hatte der Stadtgarten dazu aufgerufen, Patenschaften für Gartenbereiche zu übernehmen, um den Fortbestand des Kräuter-, Duft- oder Bauerngartens, des Lehmofens oder des Frühbeetes zu sichern. Da hier jeder Cent umgedreht werden muss, sind zusätzliche Reparaturen und der Kauf von Ersatzteilen für Tür und Fenster eine große Belastung für die Stadtgärtnerinnen!
Uwe Schmidt
Telefon: 0341-3065-114
Fax: 0341-3065-179
06.04.2010_ Mister X treibt sein Unwesen
Ökolöwe sucht junge Detektive und Detektivinnen
Seit heute ist es amtlich: Mr. X. sitzt nicht mehr hinter schwedischen Gardinen! Der stadtbekannte Verbrecher trieb zuletzt 2003 in Leipzig sein Unwesen. Damals gelang es dem Ökolöwen zusammen mit mutigen Detektiven, Mr. X zu stoppen und Schlimmeres abzuwenden.
Nun ist Mr. X wieder auf freiem Fuß und er plant zu allem Überfluss seine nächste Missetat. Am 18.04.2010 wird er versuchen, drei Feinstaubbomben zu zünden, die die ganze Stadt unter einer giftigen Abgaswolke verschwinden lassen könnten. Der Ökolöwe muss das verhindern und dazu braucht er die Hilfe der jungen Leipziger und Leipzigerinnen!
Wer Lust hat, sich mit an der Jagd nach Mr. X am 18.04.2010 zu beteiligen und zwischen 9 und 16 Jahre alt ist, kann sich ab sofort mit einer Gruppe beim Ökolöwen anmelden. Eine Gruppe besteht aus 6 Kindern.
Die Jagd beginnt am Sonntag, dem 18.04. Punkt 12 Uhr auf dem Augustusplatz. Die Spielregeln sind denkbar einfach. Mr. X bewegt sich mit Hilfe von Bus und Straßenbahn durch Leipzig (innerhalb der Tarifzone 110). Sein Ziel ist es, an drei Punkten Feinstaubbomben zu zünden. Die Gruppen dürfen bei ihrer Verfolgung ebenfalls nur Busse und Straßenbahnen benutzen. Jede halbe Stunde erfahren sie per Handy den Aufenthaltsort von Mr. X. Wenn sie clever sind, können sie den Gauner stellen. Auch die rasenden Reporter von Radio Leipzig sind dabei und werden die Jagd live verfolgen.
Mr. X sensibilisiert für ökologische Mobilität
Das Mr. X Spiel bietet der Ökolöwe im Rahmen seiner Arbeit für den regionalen Umweltschutz an. Zusammen mit der LVB möchte er die Leipziger Bürger, und dabei besonders die junge Generation, auf die Möglichkeiten und Vorteile des öffentlichen Nahverkehrs aufmerksam machen. Denn ökologische Mobilität bedeutet nicht nur Rad zu fahren, sondern auch, das Straßenbahn- und Busnetz gezielt zu nutzen. In einer Großstadt wie Leipzig sind täglich viele Autos auf Wegen unterwegs, die sich schneller, umweltschonender und gesünder durch Rad oder Straßenbahn erledigen ließen. Der übermäßige Gebrauch von Autos in der Stadt hat Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima, erzeugt Feinstaub, Stickoxide und stellt somit eine Gefahr für die Gesundheit gerade von Kindern dar.
Die Fragen an einzelnen Stationen des Mister-X-Spiels beziehen sich auf den Leipziger ÖPNV, auf die Umweltzone, Feinstaub und die Geschichte der Straßenbahn. Durch das Beantworten der Fragen und das gleichzeitige Nutzen des Nahverkehrsnetzes wird in den teilnehmenden Schülern ein Bewusstsein für ökologische Mobilität geweckt.
Das Mister-X-Spiel wird der Ökolöwe zusammen mit der LVB ein weiteres Mal anbieten: zu den Leipziger Umwelttagen am 8. Juni.
Rückfragen
und Anmeldung unter:
Martina
Neumann
Telefon
0341-3065-114
Fax
0341-3065-179
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ANSPRECHPARTNER
Christiane Naumann
Florian Quitzsch
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0341-3065-185

