>> Ökologische Mobilität
24.06.2009
Ein erster Schritt in Sachen Feinstaub
Ab 2011 Umweltzone in Leipzig

Am
1. Januar 2011 ist es soweit: Dann wird auch in Leipzig eine Umweltzone
eingerichtet. Der Ökolöwe macht sich seit Jahren stark für Maßnahmen zur Feinstaub-
und Stickoxidreduzierung und begrüßt nun die Entscheidung der Stadt, die
Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal am 23. Juni 2009 mitteilte.
Die
Umweltzone ist Teil des Luftreinhalteplans und wird innerhalb des Autobahnrings
eingerichtet werden.
Damit wird Leipzig im Jahre 2011 nach Dresden die zweite
Stadt Sachsens, die den Autoverkehr nur noch für PKW gewährt, die mindestens
die Abgasnorm Euro 4 erfüllen.
Für den Ökolöwen ist dies ein Schritt in die richtige Richtung. Aber eben
nur EIN Schritt. Weitere müssen folgen, das macht die dramatische
Feinstaubsituation, insbesondere die Anzahl der bereits zur Hälfte des Jahres
nahezu ausgeschöpften, wohl aber für ein ganzes Jahr genormten
Überschreitungstage klar. Allein mit einer Umweltzone ist es deshalb nicht
getan. Der Ökolöwe fordert ein konzertiertes Maßnahmenpaket.
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09.03.2009 (aktualisiert am 29.10.2009)
Junge Ökolöwen in Aktion (Dezember 2008)
Jugendgruppe klärte Leipziger in der Innenstadt über Feinstaub auf

Die Jugendgruppe des Ökolöwen - Umweltbund Leipzig e.V. hat am Montag,
dem 15.12.2008, ihre erste Aktion durchgeführt. Dabei wurden die
Leipziger über das Thema Feinstaub informiert, aber es sollten auch
neue Mitglieder für die Jugendgruppe gewonnen werden. "Die Jugendgruppe
befindet sich gerade im Aufbau," so Antje Bach, Waldpädagogin beim
Ökolöwen.
"Zu regelmäßigen Terminen diskutieren wir über aktuelle
Umweltgeschehen und -probleme in Leipzig und planen
Aktionsveranstaltungen. Dabei sind wir offen für jede Idee und Meinung,
klären aber auch über Hintergründe auf. Insbesondere hierbei können wir
auf die Unterstützung unserer Mitarbeiter und Mitglieder des Ökolöwen
bauen. Bei Veranstaltungen des Ökolöwen (z.B. Ökofete) werden die
Jugendlichen in die Vorbereitungen integriert und können diese als
eigenständige Plattform nutzen."
Die Jugendgruppe wollte mit ihrer Aktion über ein aktuelles Problem in
Leipzig aufklären. "Das Thema Feinstaub wird in Leipzig von der
Stadtverwaltung nicht ernst genommen, zumindest handelt sie nicht
entsprechend", so Marco Böhme vom Ökolöwen. "Wir möchten die Stadt
Leipzig auffordern, endlich wirksame Maßnahmen gegen die
krebserregenden Feinstaubemissionen durchzuführen. Nach unseren
Vorstellungen sollten folgende Punkte dringend durchgesetzt werden:
· keine weitere Erhöhung der Fahrpreise für Busse und Bahnen
· mehr und besser ausgebaute Radfahrstraßen
· Fahrradmitnahme in S- und Straßenbahnen
· Einführung von flächendeckenden Tempo 30-Zonen
· Verkehrseinschränkungen in dicht besiedelten Wohngebieten
· mehr Grünflächen und Straßenbäume in der Stadt
· endlich eine (gesamtstädtische) Umweltzone in Leipzig"
Leipzig hat in der Vergangenheit viel zu wenig gegen Feinstaub
unternommen. Um Aufmerksamkeit zu erregen, sind Mitglieder der
Jugendgruppe am 15.12.2008 von 14 bis 16 Uhr mit weißen Schutzanzügen
und Staubwedeln ausgerüstet durch die Leipziger Innenstadt gelaufen und
haben Informationsblätter zum Thema Feinstaub verteilt. Das
Ökolöwenmaskottchen lief natürlich auch mit und war bei Groß und Klein
wieder am beliebtesten. Für viele Leipziger war die Feinstaubproblematik in ihrer Stadt schon ein Begriff. Das Interesse am
Thema war groß.
Möchtest Du bei unserer Jugendgruppe mitmachen?
Wir sind die Jugendgruppe des Ökolöwen - Umweltbund Leipzig e.V. und
mischen uns in das regionale umweltpolitische Geschehen ein. Aktiv
nehmen wir Stellung zum Schutz unserer Natur und Umwelt. Unsere
Mitglieder werden zudem in die Arbeit der verschiedenen Projekte des
Umweltbundes einbezogen.
Willst Du unserer Jugendgruppe beitreten, dann melde Dich unter:
Tel. 0341-3065-185
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09.03.2009
Ökolöwe begrüßt Ausbau der Straßenbahn Linie 11 (14. November 2007)
Alle könnten nach den aktuellen LVB-Plänen gewinnen
Der Ökolöwe begrüßt den Vorschlag der LVB, die Linie 11 nun doch bis
zum Markkleeberger See zu verlängern. Damit würde eine zentrale
Forderung für eine bessere und natur- und anwohnerfreundliche
Erschließung des neuen Sees erfüllt. Nun ist die Stadt Markkleeberg
aufgefordert, sich für die Erschließung einzusetzen.
In der LVZ vom 14.11.2007 kündigten die Leipziger Verkehrsbetriebe an,
die Verlängerung der Linie 11 bis zum Strand des neuen Markkleeberger
Sees zu prüfen. Damit wäre der See - im Gegensatz zum Cospudener See -
mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. "Eine Erschließung des
Markkleeberger Sees, die eine Anfahrt aus der Leipziger Innenstadt
direkt und ohne Umsteigen ermöglicht, wäre ein Riesengewinn für die
zukünftigen Seebesucher und Badegäste. Auch die Anwohner dürften sich
über die entlasteten Straßen freuen", kommentiert Ökolöwen –
Geschäftsführer Philipp Steuer den Vorschlag der LVB. "Der Ökolöwe
hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass eine direkte ÖPNV-Anbindung
des Sees für alle Beteiligten und Betroffenen ein Gewinn wäre. Wir sind
sehr froh, dass es nun auch konkrete Planungen dafür gibt."
Die direkte Straßenbahnerschließung eines der Leipziger Neuseen wäre
ein Novum bei der Entwicklung des Leipziger Südraums. Seine
Attraktivität würde damit enorm gesteigert, weil für alle Badegäste
die Möglichkeit bestünde, in nur ca. 20 Minuten aus der Leipziger
Innenstadt direkt an den Strand zu fahren.
Gleichzeitig wäre die verlängerte Straßenbahnlinie auch die dringend
notwendige ÖPNV-Erschließung für die bestehende und geplante Siedlung
in Markkleeberg. "Auch deshalb sehe ich die Stadt Markkleeberg nun
unter Zugzwang, sich für eine ordentliche ÖPNV-Erschließung des neuen
Erholungs- und Wohngebiets einzusetzen!", so Steuer.
"Denkbar und sinnvoll wäre auch eine konsequente Verlängerung der Linie
11 bis nach Auenhain, wo neben einem weiteren attraktiven Strand auch
Wildwasserkanuanlage und Feriendorf in Größenordnungen Besucher
anlocken werden. Für die Feriendorfbetreiber wäre ein direkter Anschluß
an die Stadt Leipzig ebenso von Vorteil. Wie gesagt: Alle könnten von
den aktuellen LVB-Plänen gewinnen!", so Steuer abschließend.
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09.03.2009 (aktualisiert am 29.10.2009)
Erst zugeparkt, dann abgeschafft (August 2007)
Leipziger Radverkehrspolitik auf Irrwegen

In der jüngsten Pressemitteilung des Rathauses lobt sich die Stadt für
den Ausbau des Radwegenetzes. Dabei hat die Stadt in diesem Jahr gerade
mal 1,5 Kilometer Radweg und vier Fahrradeinstellboxen am äußersten
Stadtrand gebaut. Gleichzeitig werden aber, ohne rechtliche Grundlagen
und ohne Verfahren, Radwege wieder abgeschafft.
Der Umgang mit dem Radweg vor dem Postamt in der Richard-Lehmann-Straße
ist symptomatisch für die Radverkehrspolitik der Stadt Leipzig. Nachdem
sich die Stadt weigerte, den Radweg entsprechend seiner Bestimmung
offenzuhalten, haben ihn nun die Autofahrer endgültig angeeignet: Seit
ein paar Tagen gilt hinter der durchgezogenen Linie (!) kein
Halteverbot mehr und wurde das Radpiktogramm abgefräst. Damit ist das
wilde Zuparken sozusagen legalisiert worden – wenn auch im Widerspruch
zur StVO. Dabei ist der Radverkehr die umweltfreundlichste, günstigste
und effizienteste Verkehrsmittelwahl in einer Stadt wie Leipzig.
Ökolöwen-Geschäftsführer Philipp Steuer: "Es kann nicht sein, dass eine
Stadt wie Leipzig einfach vor dem ruhenden Verkehr kapituliert und
permanente Rechtsbrüche legalisiert – während gleichzeitig an anderen
Stellen Falschparker konsequent zur Kasse gebeten werden. Der Radweg
scheint so etwas wie Freifläche für Falschparker zu sein – hier haben
sie in Leipzig meist nichts zu befürchten." Damit nicht genug: Im
aktuellen Haushalt sieht die Stadt keine eigenständigen Mittel für den
Ausbau von Radwegen vor – während Millionen in den Ausbau der
Autostraßen gesteckt werden und werden sollen. Dabei belegten
verschiedene Studien jüngst wieder, dass die Förderung des Radverkehrs
gerade in überschuldeten Städten das Gebot der Stunde ist, da er
effizient ist und die geringsten externen Kosten verursacht. "Anstatt –
wie im vom Stadtrat beschlossenen Stadtentwicklungsplan Verkehr
vorgesehen – das Radfahren in den innenstadtnahen Quartieren zu fördern
und so den Leipziger Innenstadtring und die Leipziger Innenstadt vor
noch mehr Autos zu bewahren, werden innenstadtnahe Radwege jetzt sogar
wieder zurückgebaut und neue Radwege nur am Stadtrand realisiert – das
ist angesichts von Klimawandel und Feinstaubbelastung ein ganz falsches
Signal!", so Steuer. "Dabei sind verschiedene Lückenschlüsse auf
hochfrequentierten Radfahrstrecken, z.B. in der Karl-Liebknecht-Straße/Peterssteinweg wichtiger als der Ausbau am Stadtrand."
Philipp Steuer weiter: "Wieviel von den insgesamt 284 km Radweg, die
die Stadt offiziell ausweist, überhaupt noch als sichere Radwege
fungieren, ist unklar. Fakt ist, dass die Stadt kaum etwas tut, um
Radwege frei und sicher zu halten und damit gerade unsicheren Fahrern
(Kindern und Älteren) das Umsteigen auf das Fahrrad zu erleichtern. Die
1,5 Kilometer, die die Stadt nun neu gebaut hat, werden durch das
faktische Einziehen der (wichtigeren) Radwege in Innenstadtnähe wieder
konterkariert. Das kann nicht als Erfolg verkauft werden!"
Übrigens: Verglichen mit anderen Halbmillionenstädten sind 284 km
Radwege ein Witz: Bremen z.B. hatte bereits bis 1993 über 800 km
Radwege gebaut!
Zudem sind viele der Radwege nur Radfahrstreifen oder gar
Schutzstreifen. Diese werden aber, wie verschiedene Beispiele zeigen
(Richard-Lehmann-, Kurt-Eisner- oder Karl-Liebknecht-Straße) von vielen
Autofahrern nicht respektiert – was zu erheblichen Gefahren für die
Radfahrer führt, die dann in den Autoverkehr ausweichen müssen. Damit
werden übrigens auch die Leichtigkeit des Autoverkehrs behindert und
Konflikte zwischen Auto- und Radfahrern verschärft.
Gleichzeitig betont die Stadt selbst immer wieder, sie sei "Radfahrmetropole" der neuen Bundesländer – tut aber nicht viel, um
diesem Ruf gerecht zu werden. Dazu müsste sie z.B. konsequent die
Radverkehrsstrecken freihalten. Stattdessen lobt sie sich für ein
kurzes Stück Radweg und die Realisierung von vier Fahrradeinstellboxen.
A propos: Jeder Radfahrer, der wegen widriger Bedingungen auf das Auto
umsteigt, verstärkt das Verkehrsproblem und die Staugefahr.
Radverkehrspolitik ist deshalb nicht nur Verkehrspolitik für Radfahrer,
sondern auch für Autofahrer. Und dass Radfahren ein ganz wichtiger
Beitrag zum Klimaschutz ist, hat die Stadt auch selbst erkannt, nämlich
im Luftreinhalteplan. Ebenso hat sie theoretisch erkannt, dass dazu ein
Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur notwendig ist. Nun müssen diesen
Absichtserklärungen auch wieder Taten folgen.
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09.03.2009
Leipzig ist Spitze! ... zumindest bei der Feinstaubbelastung (Februar 2007)
So lauten die überprüften Zahlen, die vom Umweltbundesamt (UBA) und dem
Landesamt für Umwelt und Geologie jüngst herausgegeben wurden. Die
Zahlen belegen eindringlich, dass der Leipziger Aktionsplan zur
Luftreinhaltung – dessen Effizienz der Ökolöwe bereits bei seiner
Verabschiedung in Frage gestellt hatte – nicht wirkt und dringend
überarbeitet werden muss.
Bei der Feinstaubbelastung ist Leipzig Spitzenreiter in Sachsen und
bundesweit auf dem dritten Platz nach München und Cottbus. Der
Feinstaubgrenzwert von durchschnittlich 50 µg/m³ an einem Tag werden an
den Messstationen mehr als doppelt so oft überschritten wie laut
Feinstaubverordnung der EU "erlaubt" (35 Überschreitungen/Jahr).
Insgesamt zählte das UBA an der Lützner Str. 82
Grenzwertüberschreitungen. Getoppt wird Leipzig nur noch von München
(Landshuter Allee) mit 92 und Cottbus (Bahnhofstraße) mit 86
Überschreitungen.
Schon 2005 – vor Inkrafttreten des Aktionsplans im Februar 2006 – lag
die Zahl in der Lützner Str. bei 63 Überschreitungen. Damit sind trotz
Aktionsplan und "fehlender" Baustelle seit Juni 2006 knapp 20
zusätzliche Überschreitungen zu verzeichnen. Der Ökolöwe sieht deshalb
auch die Argumentation widerlegt, dass hauptsächlich die Baustellen an
der Lützner Straße und am Bahnhof für die hohen Werte verantwortlich
seien. Denn auch nach Beendigung der Bauarbeiten an der Lützner Straße
sind die durchschnittlichen monatlichen Überschreitungen kaum
zurückgegangen.
Der Ökolöwe hatte in seiner Stellungnahme zum Aktionsplan bereits im
Juli 2005 darauf hingewiesen, dass die im Aktionsplan enthaltenen
Maßnahmen für eine effektive und dauerhafte Reduzierung der
Feinstaubwerte nicht ausreichen. Vorgesehen waren und sind Maßnahmen
wie das Durchführen von Straßenspülungen oder die Einführung von Tempo
30-Abschnitten an Baustellen. Aber auch langfristige Nachrüstung der
Fahrzeuge aus dem Öffentlichen Personennahverkehr und der Einsatz von
emissionsarmen Fahrzeugen in belasteten Gebieten ist vorgesehen. Dass
diese Maßnahmen offensichtlich zu kurz greifen, zeigen die aktuellen
Zahlen.
Es ist zunächst richtig, dass der Aktionsplan insbesondere beim Verkehr
als Emissionsquelle ansetzt. Schließlich ist der Verkehr zu etwa 75 %
für die Zunahme der Feinstaubkonzentration verantwortlich (50 % aus den
Dieselemissionen, 25 % Abrieb; vgl. BMU 2005). Hier werden aber die
Potentiale noch lange nicht ausgeschöpft. Insbesondere das Potential
von Verkehrsbeschränkungen sollte nun zur Erreichung der
Luftreinhalteziele nutzbar gemacht werden – zumal am 1.3.2007 ein
Gesetz in Kraft tritt, dass die Ausweisung so genannter "Umweltzonen"
ermöglicht. Die Einrichtung von Tempo 30-Abschnitten auf das
Baustellen- (und Messstellen-) Umfeld greift viel zu kurz. Damit sie
tatsächlich zu einer Verbesserung der Luftschadstoffsituation führen
können, müssen flächendeckend Tempo 30-Zonen oder so genannte
Umweltzonen eingerichtet werden. Und auch Verkehrsbeschränkungen z.B.
für Fahrzeuge, die die EU-Abgasnormen 3 oder 4 nicht erfüllen, sind mit
Blick auf die Gesundheit der Anwohner von besonders belasteten Straßen
möglich und notwendig. Hier sollte das Regierungspräsidium als
zuständige Behörde etwas mehr Mut beweisen.
Sinnvolle (Sofort-) Maßnahmen zur Reduzierung der PM10-Werte (und dies
nicht nur in Baustellenbereichen) können insbesondere die Einrichtung
von Umwelt- oder Tempo 30-Zonen sein, aber eben auch Fahrverbote für
hochemittierende Fahrzeuge bzw. solche ohne Partikelfilter, oder auch
verstärkte Baumpflanzungen. Mindestens in neuralgischen Bereichen, wie
dichtbesiedelten Wohngebieten oder engen Straßenzügen, sollten
Verkehrseinschränkungen ermöglicht werden, um Gesundheitsgefährdungen
zu reduzieren. Ebenfalls reduzierend kann ein effektives Vorgehen gegen
Mautflüchtlinge und anderen Durchgangsverkehr wirken.
Dennoch muss auch weitergedacht werden. Ziel einer umfassenden
Verkehrsplanung muss es sein, den motorisierten
Kurzstrecken-Individualverkehr zugunsten des ÖPNV und auch des
Radverkehrs zu reduzieren. Die Ergebnisse der letzten Verkehrsbefragung
im Mai 2006 zeigen sehr deutlich, dass im Bereich ÖPNV und Radverkehr
ein enormes Potential zur Reduzierung der Schadstoffbelastungen
besteht: Etwa 75% der Fahrten waren Fahrten zum Arbeitsplatz oder
Dienstfahrten, die bei einem guten ÖPNV-Angebot problemlos auf Busse
und Bahnen verlagert werden könnten. Eine bevorzugende Ampelschaltung
für ÖPNV und Radverkehr sowie eine bürgerfreundliche Tarifpolitik des
ÖPNV kann ein Umsteigen auf diese Verkehrsträger beschleunigen und die
Straßen sowie die Luft entlasten. Dass zu diesem Bereich nur die
langfristige Filter-Nachrüstung im Aktionsplan aufgeführt wird, ist
bezeichnend für die bislang eher kosmetische Ausrichtung des gesamten
Planes.
Quellen:
Bundesministerium für Umweltschutz (BMU): Hintergrundpapier Feinstaub, 2006.
Lanzendorf, Martin et al.: Verkehrsbedingte Emissionen, UBA-Text 18/06, 2006.
Umweltbundesamt (UBA): Hintergrundpapier zum Thema Staub/Feinstaub (PM), 2005.
Umweltbundesamt: Messdaten, 5.2.2007.
>> mehr Infos
Enrico Vlach
Umweltpolitischer Sprecher
Tel. 0341-3065-370
(Erreichbarkeit: montags, mittwochs, donnerstags)
Manuel Emmelmann
Ökologische Mobilität
Tel. 0341-3065-185