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Klimafreundliche Stadt(gesellschaft) Leipzig
Tipps und Tricks zum Selbermachen
Die Zeiten als alle noch vom Wetter redeten und Klima nur ein Begriff unter Experten war, sind leider vorbei. Es vergeht kaum ein Tag, an dem der Klimawandel und seine Folgen uns nicht medial vor Augen geführt werden. Manche werden jetzt sagen: "Naja, Eisbären kenne ich sowieso nur aus dem Zoo und wenn hier erst mediterranes Klima herrscht, brauch ich im Urlaub nicht mehr bis nach Italien oder Spanien zu fahren. Ist doch alles halb so wild."
Weit gefehlt! Nicht zuletzt das Versagen der Politik auf dem Klimagipfel in Kopenhagen hat uns vor Augen geführt, dass ein Handlungsaufschub nicht mehr hingenommen werden kann. Es müssen nicht einmal die schlimmsten Szenarien - schmelzende Polkappen, steigender Meeresspiegel, Wüstenausdehnung, Klimaflüchtlinge und Wasserkriege etc. - bemüht werden, um sich über die Dringlichkeit bewusst zu werden. Oder doch?
Nun gut, den letzten Klimazweifler werden wir vielleicht nicht überzeugen; für alle anderen wird der Ökolöwe in wöchentlicher Regelmäßigkeit einen oder mehrere Tipps vorstellen, mit denen jeder zum Klimaschützer werden kann. Und effektiven Klimaschutz gibt es nur, wenn alle nachhaltig agieren. Es gilt: "Global denken - lokal handeln."
Tipps sind gut und schön, aber sind sie auch immer sinnvoll und praktikabel? Allgemeinplätze wie "Spart Wasser!" werdet ihr hier nicht finden, dafür gibt es die Möglichkeit, die vorgestellten Tipps auszuprobieren, zu bewerten und eigene Vorschläge in Sachen Klimaschutztipps an uns zu senden. Jetzt heißt es mitmachen und zusammen mit dem Ökolöwen etwas für ein gutes Klima zu tun.
p.s.: Da wir keine naiven Idealisten sind, weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass viele Tipps zum Klimaschutz auch pure Energiespartipps sind. Damit läßt sich außer umweltschädlichen Abgasen und Ressourcen noch eine Menge Geld sparen.
Tipp 1: Elektrogeräte die nicht benutzt werden, ausschalten oder vom Netz trennen.
Laut Büroumfrage unser Favorit. Die abschaltbaren Steckerleisten sorgen dafür, dass wir unseren Verbrauch um etwa fünf 12W-Energiesparlampen gesenkt haben und (fast) keiner mehr als Energieverschwender an den Pranger gestellt wird. Nicht abgeschaltete und unbenutzte Elektrogeräte oder Geräte im Standby fressen jede Menge Energie. Laut WWF lassen sich mit vollkommen abgeschalteten Elektrogeräten in einem durchschnittlichen Haushalt etwa 400 Kilowattstunden im Jahr einsparen. Das entspricht 260 Kilogramm Kohlendioxid und 72 Euro. Einfache Steckerleisten gibt es schon für wenige Euro im Baumarkt, Kaufhäusern oder Fachgeschäften.
Foto: miraliki / pixelio.de
Tipp 2: Kein Schwein ist gut fürs Klima.
51, in Worten: einundfünzig. Und zwar Prozent. So hoch ist laut World Watch Institut der Anteil der Massenhierhaltung an der Verusachung von klimaschädlichen Gasen. Weniger oder gar kein Konsum von Fleisch und Fisch ist aber nicht nur gut fürs Klima, sondern entzieht auch der wenig nachhaltigen konventionellen Viehzucht oder dem industriellen Fischfang die Grundlage. Und 88,7 Kilogramm Fleisch und Fisch, die der Durchschnittsdeutsche so im Jahr verzehrt, sind ohnehin nicht gut für die Gesundheit.
Tipp 3: Ökostrom unbedingt - aber nicht jeder Anbieter
Wer etwas fürs Klima tun will, kommt um diesen Tipp genau so wenig herum, wie um die vorangegangenen. Laut Greenpeace kann ein 4-Personen-Haushalt, der 4.300 kWh Strom im Jahr verbraucht, durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter 2,5 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Ein 1-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 1.700 kWh Strom jährlich würde durch einen Wechsel immerhin noch eine Tonne Kohlendioxid weniger freisetzen.
Tipp 4: Regional und Bio einkaufen
Kartoffeln aus Ägypten, Äpfel aus Chile oder Neuseeland, Birnen und Pflaumen aus Argentinien, Tomaten aus Kanada, Butter aus Dänemark. Die Liste liese sich beliebig erweitern. Was all diese Produkte gemeinsam haben, dürfte jedem einleuchten: sinnlose und lange Transportwege, da sie sämtlich auch regional oder zumindest in Deutschland erzeugt werden. Am besten wäre es natürlich, fast alle Lebensmittel und andere Sachen Bio und regional einzukaufen. Beim Bioanbau wird nur etwa die Hälfte der Energie wie bei der Herstellung konventioneller Produkte benötigt. Lange Transportwege von Lebensmitteln, die auch hier erzeugt werden, lassen zudem völlig überflüssige Emissionen entstehen.
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