Schriftgrösse A A
Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V.
1 - 2 -

23.07.2010 (aktualisiert am 26.07.2010)

Achtung Wespe!

Achtung Wespe! Gerade hat man sich hingesetzt, mit Kaffee und Kuchen, um sich in aller Ruhe ein wenig zu entspannen und schon geht es los: … da eine Wespe, nein zwei und da noch eine …
Schon wird gepustet und wild herumgefuchtelt und der Kampf ums Essen ist in vollem Gange. Genau das sollte man aber nicht tun, wenn einem Wespen, Hornissen, Hummeln oder Bienen begegnen! Dadurch werden die Insekten erst recht aggressiv und wehren sich auf altbekannte Weise.

Wenn Sie in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld ein Wespennest entdeckt haben, dann gibt es verschiedene Handlungsmöglichkeiten, denn Wespe ist nicht gleich Wespe. Nur zwei von insgesamt acht verschiedenen Wespenarten sind an Kuchen, Fleisch und süßen Getränken interessiert. Gleich zum Präventivschlag auszuholen und das Nest auszuräuchern, ist also der falsche Weg. Mit einfachen Mitteln kann man leicht Abhilfe schaffen und sich über den Nutzen der Hautflügler Gedanken machen – ein Wespenstaat vertilgt pro Tag immerhin ein halbes Kilo Fliegen, Mücken, Raupen, Motten und Spinnen.

Die beste Lösung ist, etwas abseits eine Futterstelle einzurichten, um die Wespen damit abzulenken. Dafür eigen sich besonders Fruchtsäfte und überreife Weintrauben. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass der eigene Essplatz immer abgeräumt wird und keine Lebensmittel offen dastehen. Hat sich die eine oder andere Wespe dann doch verirrt, sind halbierte, mit Nelken gespickte Zitronen hilfreich. Dieser Duft, ebenso wie der von frischem Basilikum, hält die Wespen auf Distanz.

Befindet sich das Wespennest direkt am Haus oder in den Fensterrollläden hilft nur eines: Kontaktieren sie die örtliche Feuerwehr, einen Imker oder die Untere Naturschutzbehörde. Die Fachleute wissen was zu tun ist und können das Nest im Notfall entfernen. Ohne Schutzkleidung sollten Sie es vermeiden, selbst Hand anzulegen, denn mit einem angriffslustigen Wespenstaat ist nicht zu spaßen. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass Hornissen, sowie alle einheimischen Bienen- und Hummeln, Kreiselwespen und Knopfhornwespen besonders geschützte Arten sind (Bundesnaturschutzgesetz, Erläuterung zur Anlage 1 zu §1). Das Zerstören eines Nestes ist verboten und wird mit hohen Bußgeldern geahndet.

Im Herbst ist das "Spektakel" schließlich vorbei, denn dann sterben außer der Königin, die überwintert und im Frühjahr einen neuen Staat gründet, alle Wespen ab.

Kontakte:
Feuerwehr Leipzig: 0341-987-0
Landesverband Sächsischer Imker e.V.: 03722-591981
Amt für Umweltschutz: 0341-123-3409


Foto © JuniperBerry/ PIXELIO


>> mehr Infos
22.07.2010 (aktualisiert am 23.07.2010)

Fütterungsverbot für Wasservögel

Fütterungsverbot für Wasservögel Das Füttern von Wasservögeln an Seen und Teichen in und um Leipzig ist eine heikle Angelegenheit. Denn das gutgemeinte Brotzuwerfen führt letztlich zur Überbelastung der Gewässer mit Nährstoffen.

Allzu oft landen die Nahrungsmittel nicht in den Mägen der Wasservögel, sondern verschmutzen das Wasser. Außerdem werden immer mehr Vögel angelockt, die durch ihre Exkremente die Gewässer stark belasten.

„Wildtiere benötigen selten Zufütterungen – hier muss sich jeder im Vorfeld erkundigen, welche Futterzusammensetzung zielführend ist. Wer falsch füttert, gefährdet die Tiere und auch die Gewässer. Das muss jedem klar sein." meint Nico Singer, Geschäftsführer des Ökolöwen. Entsprechende Hinweise, wann und was gefüttert werden kann, lassen sich beim Ökolöwen, anderen Naturschutzverbänden oder bei der unteren Naturschutzbehörde in Erfahrung bringen.

Prinzipiell begrüßt der Ökolöwe die Initative, ein Fütterungsverbot in die Polizeiverordnung aufzunehmen, da die Fütterung von Wildtieren generell mehr Probleme schafft, als das vermeintliche Nahrungsunterangebot.

Die Wasserqualität des Kulkwitzer Sees beispielsweise ist im Moment so gut, dass kein Handlungsbedarf besteht. Das besagen aktuelle Kontrollen des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG).

Dennoch, Standgewässer reagieren sehr sensibel auf äußere Einflüsse. Deshalb muss jeder Hinweis auf eine Verschlechterung des Zustandes ernst genommen werden, denn negative Veränderungen sind nur schwer rückgängig zu machen.

Foto © RainerSturm/ PIXELIO



>> mehr Infos
19.05.2010

Biologische Vielfalt in Kommunen

Biologische Vielfalt in Kommunen Der Ökolöwe zeigt sich erfreut, dass die Stadt Leipzig aktiv werden will und plant, im "UN-Jahr der Biodiversität" die Deklaration "Biologische Vielfalt in Kommunen" zu unterzeichnen. Wir begrüßen, dass der Oberbürgermeister die Zeichen der Zeit erkannt hat und fordern ihn auf, dieses Denken und Handeln auch in der gesamten Verwaltung durchzusetzen sowie durch konkrete Maßnahmen umzusetzen! Die Politik und Verwaltung muss das Thema konsequent und ehrlich angehen und mit guten Beispielen in unserer Region vorangehen.

Dass die Maßnahme nur der Anfang sein kann, zeigen nach wie vor geplante, öffentliche Vorhaben in Leipzig und Umgebung, die in sensible Ökosysteme eingreifen und dem Erhalt der Artenvielfalt zuwiderlaufen. Zu diesen zählt etwa der Neubau der S 46 durch die artenreiche Naturlandschaft der Weinteichsenke. Aber auch die jüngsten, erheblichen Eingriffe auf Leipziger und Markkleeberger Seite in den Auwald und am Floßgraben, die zum Teil Naturschutzgebiet sind, verdeutlichen, dass es noch viel Spielraum für nachhaltig-ökologisches Handeln der kommunalen Verwaltung(en) gibt. Insbesondere der Leipziger Auwald mit seiner sehr großen Artenvielfalt ist durch Infrastrukturmaßnahmen und durch Wasserregulierungen in seinem Bestand sehr stark gefährdet.

Deklaration:
http://jf-gruene.de/uploads/media/Deklaration_Biologische_Vielfalt.pdf  

Artikel der Leipziger Internetzeitung vom 16.05.2010


>> mehr Infos
10.05.2010 (aktualisiert am 17.05.2010)

Protest gegen die Fuchsohrprämie in Sachsen

Protest gegen die Fuchsohrprämie in Sachsen Bereits seit letztem Jahr wird in Sachsen eine sogenannte Fuchsohrprämie gezahlt. Das heißt jeder Jäger, der der Jagdbehörde beide Ohren eines Fuchses auf den Tisch legt, bekommt dafür 20 Euro. Als Begründung für das Auszahlen dieser Prämie beruft man sich darauf, dass Füchse nicht als Wildbret verwertet werden können.

Selbst lebende Tiere wurden von einigen profitgierigen Jägern verstümmelt – auch in dieser Zunft gibt es schwarze Schafe. Der Ökolöwe sowie zahlreiche andere Tier- und Naturschutzvereine protestieren gegen dieses Vorgehen. Wir fordern die sächsische Staatsregierung auf, die Fuchsohrprämie sofort zu streichen.

Hier finden Sie einen Protestbrief, den Sie direkt an die Sächsische Staatskanzlei richten können:



>> mehr Infos
23.12.2009 (aktualisiert am 03.03.2010)

Vogelfütterung im Winter

Vogelfütterung im Winter

Wie wird es richtig gemacht?


Die Vogelfütterung im Winter ist ein umstrittenes Thema, selbst unter den Naturschützern gibt es zwei Lager. Es wurde lange Zeit diskutiert, ob es sinnvoll sei, die Tiere im Winter zu füttern.

Die Befürworter der winterlichen Fütterung wollen den Vögeln in Zeiten der Nahrungsknappheit das Überleben erleichtern, was viele Tiere in der schroffen Winterzeit bitter nötig haben. Besonders in den Ballungsräumen und landwirtschaftlich intensiv genutzten Gegenden finden die Tiere kaum noch natürlich ihre Nahrung. Für Kinder und Jugendliche ist es zudem ein unvergessliches Erlebnis, heimische Wildvögel an einem Futterplatz aus nächster Nähe beobachten zu können. Solche Erlebnisse sind wichtig, um ein Interesse an Ökologie bei Kindern und Jugendlichen zu wecken.

Gegner der Winterfütterung sind der Meinung, das Futter sei oft nicht artgerecht und bringe den Tieren daher den sicheren Tod. Ferner stellt die Fütterung einen massiven Eingriff in die natürlichen Prozesse unseres Ökosystems dar. Befürworter halten dagegen, dass der Mensch vielerorts die natürlichen Nahrungsquellen der Vögel vernichtet und so eine massive Störung des natürlichen Ökosystems herbeigeführt hat. Ohne natürliche Lebensräume sinkt die Überlebenschance der Wildvögel drastisch.

Viele Wissenschaftler sind sich einig, dass eine Winterfütterung nicht schädlich für Wildvögel ist. Der Der Vogelkundler Peter Berthold sagt, „dass die winterliche Fütterung den Tieren ausschließlich etwas nützt, sofern sie artgerecht durchgeführt wird“. Der Rat, dass man in Regionen mit wenig natürlicher Nahrung den gesamten Winter hindurch füttern sollte, mag für viele Naturfreunde fremd klingen. Denn sie haben gelernt, dass man Vögel nur bei längeren Frostperioden und geschlossener Schneedecke füttern sollte. Der neue Ansatz scheint aber nicht aus der Luft gegriffen zu sein, denn viele Studien belegen seine Richtigkeit.
Es gibt Argumente für die Winterfütterung genauso wie dagegen. Der Ökolöwe hält eine artgerechte Fütterung grundsätzlich für richtig. Wir möchten Naturfreunden Tipps und Infos mitgeben, damit sie den Wildvögeln etwas Gutes tun können. Wenn Sie als Naturfreund der heimischen Vogelwelt über die harte Winterzeit helfen wollen, sollten Sie dies mit ausreichend Fachwissen tun. Die Vögel werden Ihnen das gute Futter und die entsprechenden hygienischen Bedingungen danken. 

 

Wann sollte man die Vogelfütterung beginnen?

Wo sollte man füttern?

Wie sollte man den Tieren das Futter präsentieren?

Welche Futterhäuschentypen gibt es?

Wie wichtig ist Hygiene am Futterplatz?

Welche Vögel brauchen welches Futter?

Welche verschiedenen Futtermittel gibt es?

 

Wann sollte man die Vogelfütterung beginnen?

Man beginnt, sobald die Vögel wenig Nahrung in der freien Natur finden, also während des Winterhalbjahres. Früher hieß es, die Vögel könnten ohne menschliche Hilfe mit ausreichend Nahrung versorgt werden, so lange das Wetter im Winter mild sei. Deshalb sollte ausschließlich bei geschlossener Schneedecke oder während mehrtägiger Frostperioden gefüttert werden. Inzwischen geht man davon aus, dass unsere  Kulturlandschaft sowie Ballungsräume nicht mehr genügend Nahrungsquellen bereitstellen. In etlichen Gebieten von Deutschland kommt es auch außerhalb von Frost- und Schneeperioden zu Nahrungsknappheit für Wildvögel. Die neuesten Forschungsergebnisse belegen, dass es sinnvoll ist, während des gesamten Winterhalbjahres zu füttern. Manche Studien behaupten, dass es sogar während der Phase der Jungenaufzucht, also im Frühling, sinnvoll sei die Wildvögel noch mit Futter zu versorgen. Jedoch sollte man dann das Futter umstellen und Futter reichen, welches den Jungtieren bekommt.
Die Alttiere werden es Ihnen danken, da sie gern auf das leicht zu beschaffende Futter zurückgreifen. So bleiben sie bei Kräften und gehen für die Jungtiere meist auf die Suche nach natürlicher Nahrung. Anstelle einer Schädigung des Nachwuchses bewirkt man mit einer richtigen Fütterung eine Erleichterung für die Altvögel, die aufgrund der stetigen Bemühungen um die Nestlinge sonst selbst zu kurz kommen würden.
Wer den Vögeln durch den Winter helfen will, sollte damit nicht zu spät anfangen. Damit sich die Alttiere an die Futterstelle gewöhnen können, sollte eine Anfütterung ab September erfolgen. Es empfiehlt sich, nicht zu früh mit der Futterreichung aufhören, da es im Raum Leipzig wenig natürliche Nahrung gibt. In solchen nahrungsarmen Regionen sollte die Futterreichung bis April oder Mai erfolgen, sofern nicht ohnehin beabsichtigt wird, das gesamte Jahr über durchzufüttern. In den ländlichen Regionen ist die Nahrungssituation meist besser und deshalb mit weniger Nahrungsnot im Frühjahr verbunden. Sollte der Herbst jedoch sehr schlecht sein, kann auch hier eine Vogelfütterung sinnvoll sein.
Wer mit der Vogelfütterung beginnt, darf nicht zu früh damit aufhören. Dies gilt besonders in den nahrungsarmen Regionen. Die Fütterung mit dem Beginn der Jungenaufzucht einzustellen, ist laut Peter Berthold problematisch, da einige Vogelarten besonders früh zur Brut schreiten und ihre Fortpflanzungsperioden somit in Zeiten fallen, in denen andere Vogelarten noch lange nicht brüten. Darüber hinaus sind in dieser Zeit verspätete Kälteeinbrüche durchaus noch möglich. Die damit verbundenen Todesfälle unter den Wildtieren mögen noch vor einigen Jahren unproblematisch gewesen sein. Heute sind viele Vogelarten selten geworden und ein Einbruch der Population kann lokal gravierende Folgen haben.  >>> zurück

 

Wo sollte man füttern?

Sehr wichtig ist die Wahl des Futterplatzes. Das Beobachten sollte gut möglich sein, ohne die Tiere dabei zu verschrecken. Auch die Vögel selbst stellen Ansprüche an den Futterplatz. Der Ort sollte so ausgewählt werden, dass sich die Tiere bei der Nahrungsaufnahme nicht gestört fühlen. Nur so ist gewährleistet, dass sie genügend Futter zu sich nehmen. Wildvögel fühlen sich beim Fressen sicher, wenn der Futterplatz nicht in unmittelbarer Nähe eines unüberschaubaren Objektes liegt. Denn sonst würden Katzen, Marder und andere Fressfeinde sich leicht anpirschen können. Ein idealer Futterplatz ist von drei Seiten frei ersichtlich und ermöglicht so eine gute Rundumsicht. Die vierte Seite sollte möglichst nicht direkt an ein Dickicht grenzen, sondern ca. zwei Meter davon entfernt sein. Ein gut geeigneter Platz zum Aufstellen eines Futterhauses ist daher eine Freifläche im Garten, welche nicht allzu weit von einer Hecke entfernt ist.  Hauswände eignen sich bestens zum Anbringen von Futterhäuschen. Die Vögel haben eine schützende Wand hinter sich und das Häuschen ist nach drei Seiten offen. Es gibt auch Vogelarten, die ein Dickicht als Deckung benötigen, um sich an einen Futterplatz zu wagen. So ist z.B. der Zaunkönig ein sehr scheuer Besucher der Futterplätze. Man sollte für ihn eine Bodenfütterungsstelle in unmittelbarer Nähe eines Dickichts einrichten. Vor großen Reisighaufen, die dicht gestapelt sind und vom Menschen nicht angetastet werden, suchen diese scheuen Vögel gerne nach Nahrung. Ein Reisighaufen hat nicht nur Vorteile für die Vögel. Er dient vielen anderen Tieren, wie zum Beispiel dem Igel, als Versteck.
Sie sollten aber niemals eine Futterstelle direkt an einer großen Fensterscheibe anbringen, da die Vögel die Scheibe nicht wahrnehmen. Die Tiere nehmen eine ungesicherte, sauber geputzte Fensterscheibe nicht als Hindernis wahr und prallen im vollen Flug dagegen. Oft brechen sie sich dabei das Genick.  >>> zurück

 

Wie sollte man den Tieren das Futter präsentieren?

Brauchen die Vögel ein Futterhäuschen oder reicht es aus, das Futter einfach auf den Boden zu werfen? Es gibt auf diese Frage leider keine übergreifende Antwort, da die einzelnen Wildvogelarten verschiedene Ernährungsgewohnheiten besitzen. Es ist sinnvoll, auf die unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten der Tiere einzugehen, indem man verschiedene Darreichungsformen des Futters nutzt. Wer auf diese Weise eine breite Palette von Futtermitteln gleichzeitig anbietet, spricht damit mehrere Arten an und schafft so einen attraktiven Futterplatz. Wichtig ist, dass das Futter nicht schimmelt. Sind einige Körner durch Wasser aufgeweicht, ist das jedoch kein Grund sie weg zuwerfen, denn viele samenfressende Vögel wie etwa die Ammern nehmen gerne gequollene Körner zu sich.

Kleiber, Buntspechte und Meisen bevorzugen hängende und frei schwingende Futterplätze. Hier können sie geschickt teils kopfüber turnen. Amseln, Finken, Sperlinge, Rotkehlchen oder Ammern mögen lieber einen fest montierten Futterplatz. Stare nehmen ihre Nahrung gern am Boden auf. >>> zurück

 

Im Folgenden werden einige Futterhäuschen vorgestellt.

 

Futterhäuschen

Es ist ein einfaches Häuschen mit Überdachung und einer Bodenplatte. Man kann diese Häuschen hängen oder aufstellen. Wenn die Häuschen aufgestellt werden, sollte man beachten, dass sie nicht von Katzen, Mardern sowie Mäusen erklettert werden können. Sehr glatte Aufstellhölzer sind dafür gut geeignet. Man sollte die Häuschen auch in einer ausreichenden Höhe befestigen. Hierfür hat sich eine Mindesthöhe von 1.60 – 1.70 Meter bewährt.
Hängende Futterhäuschen sollte man in einer Höhe befestigen, in der man sie leicht befüllen und säubern kann. Man muss darauf achten, dass Katzen und Mäuse an Seilen herunter klettern und so das Futterhaus erreichen können. Dagegen gibt es spezielle Metallketten, welche zur Befestigung der Futterhäuschen verwendet werden können.
Die Futterhäuschen sollten einen möglichst großen Abstand zwischen Boden und Dachspitze aufweisen, damit sich scheue Vogelarten hinein trauen. Sind die Abstände jedoch zu groß, können Eichhörnchen und Stadttauben leicht hinein gelangen. Das Futter muss regelmäßig erneuert und der Boden des Häuschens  häufig gereinigt werden, weil die Vögel zur Nahrungsaufnahme ins Innere hüpfen und zuweilen koten. Damit verkotete Nahrung keine Krankheiten überträgt, muss sie regelmäßig entfernt werden. Im Futterhäuschen können verschiedene Nüsse, Sämereien, Obst sowie Obstkuchen angeboten werden.

Futtersäcke, Futterglocken

Kunststoffnetze dienen dazu, sie mit Nüssen oder selbst gemachtem Fettfutter zu befüllen und aufzuhängen. Futterglocken werden genau so angewendet wie die Kunststoffnetze und haben den Vorteil, dass das Futter nicht der Feuchtigkeit ausgesetzt wird.

 

Futtersäule

Futtersäulen sind sehr hygienisch und haben sich über viele Jahr bewährt. Durch ihre seitlich befestigten Sitzstege können weniger klettergewandte Vogelarten dort sicheren Halt finden. Futtersäulen beherbergen eine große Menge an Futter, so dass man sie nicht regelmäßig auffüllen muss. Die Futtermöglichkeit ist schwer für Katzen und andere Fressfeinde zugänglich, auch Stadttauben und Eichhörnchen können nicht an das Futter gelangen. Die Säulen sind problemlos zu reinigen.

 

Futtersilo 

In ein Futtersilo kann man große Mengen von Futter einfüllen. Das Futtersilo kann hängen, stehen oder an der Wand befestigt sein. Man muss darauf achten, dass keine Kleinsäuger das Futter verschmutzen und Krankheiten übertragen werden. Wenn man mehrere Futtersilos mit verschiedenen Sämereien anbietet, kann eine Vielzahl von Vögeln am Futterplatz eintreffen.

 

rote Futterhäuschen sind nicht geeignet, da viele Vögel das Rot als Alarmfarbe wahrnehmen. >>> zurück

 

Wie wichtig ist Hygiene am Futterplatz?

Die Sauberkeit am Futterplatz ist sehr wichtig. Als gewissenhafter Naturfreund muss man die meisten Typen der Futterhäuschen regelmäßig reinigen, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Obwohl die Gefahr, die vom Vogelkot ausgeht, für andere Vögel geringer ist als bisher angenommen, ist es möglich, dass der Kot Krankheitserreger beherbergt. Insbesondere in den durch Regen und Schnee aufgeweichten Körnern findet man viele Krankheitserreger. Deshalb sollte das Futter weitgehend trocken bleiben. >>> zurück

 

Welche Vögel brauchen welches Futter?

Man erhält zur Winterzeit in Supermärkten und im Fachhandel verschiedene Futtermischungen. Sie sind auf die einzelnen Futterspezialisten abgestimmt. Oft findet man günstige Angebote in Discountern und Drogeriemärkten, deren Qualität leider oft fragwürdig ist. In einem gut sortierten Fachhandel gibt es für das ganze Jahr Futtermischungen, die auf die Bedürfnisse der einzelnen Nahrungsspezialisten zugeschnitten ist. Möchte man für die Tiere das Beste, sollte man sich ausführlich mit den Ernährungsgewohnheiten der Vögel auseinander setzen und das Futterangebot darauf abstimmen. Vögel stellen im Verlauf des Jahres  unterschiedliche Ansprüche an das Futter. >>> zurück

 

Welche verschiedenen Futtermittel gibt es?

Unsere einheimischen Wildvögel lassen sich sehr grob in zwei Gruppen untergliedern. Es gibt die Körner- und die Weichfresser sowie die Fleisch- und Fischfresser und darüber hinaus einige Allesfresser.
Es werden im Folgenden grundlegende Informationen zu den einzelnen Futtermitteln gegeben. Idealerweise sollte man Bioprodukte kaufen, um die Vögel naturnah zu ernähren. Es empfiehlt sich, lokale Produkte zu kaufen. Wenn das Futtermittel per Flugzeug um die halbe Welt transportiert werden muss, ist die Ökobilanz alles andere als nachhaltig.

 

Drohnenbrut (Bienenlarven)

Diese gibt es bei manchen Imkern zu kaufen. Sie ist sehr fetthaltig und wird gerne von den Vögeln zur Aufzucht ihrer Jungtiere verwendet. Die Drohnenbrut kann im Winter sehr schnell gefrieren und sollte daher nicht in allzu großen Massen ausgelegt werden. Sie sollte beigebraun bis dunkel gefärbt sein, andernfalls ist sie verdorben. Die Drohnenbrut kann man sowohl lebend als auch getrocknet verfüttern.

 

Fettfutter

Dies ist ein Futtermittel, das besonders fetthaltig ist. Dazu zählen die bekannten Meisenknödel und -ringe sowie fettiges Streufutter, Fettflocken oder Energieblöcke. Im Winter ist dieses Futter ideal, da es schnell große Mengen von Energie liefert und von vielen Vogelarten angenommen wird. Fettfutter lässt sich einfach herstellen.

 

Feinsämereien

Einige Körnerfresser nehmen gerne kleinkörniges Futter zu sich. Dieses Futter liefert weniger Energie als Nüsse und Fettfutter. Da Vögel in der kalten Jahreszeit hochenergetische Nahrung bevorzugen, sollte man geringe Mengen von Feinsämereien auslegen. Wer aber dennoch Feinsämereien füttern möchte, dem stehen unterschiedliche Samen zur Auswahl: Baumsamen, Salatsamen, Sommerrübsen, Nachtkerzen, Vogelmiere, Melde, Ampfer, Grassamen und weitere. Vor allem mit Distelsamen, welche man in ganzen Köpfen auslegt, kann man mit ein wenig Glück Stieglitze am Futterplatz beobachten.


Energiekuchen

Dies sind Fettfutterblöcke, die aus verschiedenen Zutaten bestehen wie z.B. Samen, Nüssen, Beeren und sogar Insekten. Energiekuchen sind hochwertige Futtermittel, welche mit Mineralstoffen und Vitaminen aufgewertet wurden.

 

Fleisch und Fisch

Im Winter kann es passieren, dass Greifvögel und Fischfresser zu wenig Nahrung finden. Deshalb kann man versuchen, diesen Vögeln Futter anzubieten. Allerdings ist die Fütterung nicht leicht und man muss die gesetzlichen Auflagen erfüllen. (siehe Gesetzliche Auflagen)
Für die Fleischfresser eignen sich Rinderherzen. Fischfresser erbeuten am liebsten lebenden Fisch. Ihnen hilft man durch das Offenhalten von Gewässern. Manche Fischfresser nehmen auch in Streifen geschnittenen Fisch zu sich. Man muss aber dringend darauf achten, das Fleisch nicht in gefrorenem Zustand zu reichen. >>> zurück

 

 

 


>> mehr Infos
1 - 2 -

nach oben

ANSPRECHPARTNER

Stefan Schmiedichen
Tobias Rieprecht

Natur- und Artenschutz

Tel. 0341-3065-171